Donnerstag, 22. November 2018

[Rezension] Der Country Club

Autor/in: Tim Miller
Genre: Festa Extrem
Seitenzahl: 142
Erhältlich: Festa Shop
Preis: 12,99€ (Taschenbuch), 4,99 € (eBook)
Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 23. November 2018



Verkauf ab 18 Jahren!





Klappentext:


Die Bloggerin Crystal untersucht Urban Legends. Sie glaubt, dass der mysteriöse Country Club wirklich existiert. 

Irgendwo in Texas steht ein großes, streng bewachtes Haus. Schon seit ewigen Zeiten leben Superreiche darin ihre perversesten Fantasien aus. Von ihren Opfern bleiben nur Fetzen übrig. 

Ach Crystal, es ist wirklich eine dumme Idee von dir, in das alte Gemäuer zu schleichen. Du weißt doch: 
EINTRITT NUR FÜR MITGLIEDER

Was Ray dazu schreibt:


Nachdem ich Puppenhaus gelesen habe, das mir doch schon irgendwie gefiel, hatte ich relativ hohe Erwartungen an Der Country Club

Die Handlung beginnt direkt im Club, als wir Denny (Stammkunde mit Zahnarztfetisch) mit seinem Freund Caleb (Neuling mit Skrupeln) beim Betreten des Country Clubs beobachten, DEM Himmel für alle 1-%-er (hach, es wurde schon wieder schnell pseudo-politisch, juchu). 

Danach schwenken wir zu Crystal (Bloggerin mit markanter Nase und anscheinend heiß), Sophie (sportliche Freundin von Crystal, auch heiß) und Joel (ungewaschener, jungfräulicher NERD) ... drei personifizierte Klischees, die auch während ihrer Handlungsreise auch nicht wirklich von diesen losgelöst werden. 

Die Story an sich ist schwach, es wird (wie bereits erwähnt) jede Menge pseudo-politischer Mumpitz von sich gegeben, um den Inhalt aufzubauschen und künstlich in die Länge zu ziehen, die Plot-Twists kommen tatsächlich immer zur richtigen Zeit und sind fast schon zu billig, die Munition endlos, die üblichen Sprüche werden abgelassen (wir wissen alle, dass das was folgt schmerzhaft sein wird...) UND die Schockeffekte bzw. -momente wirken lieblos aufgesetzt, auch wenn sie ein wenig kreativer wirken, als man gewohnt sein dürfte. 

Das Ende lässt selbstverständlich genug Platz, um eine noch viel brutalere Fortsetzung folgen zu lassen, damit man noch ein paar Cent mehr aus diesem Franchise herausquetschen kann. Gepriesen sei der vorausdenkende Autor!

Ansonsten lässt sich sagen, dass es sich flüssig liest und auch vom Stil her nicht schlecht geschrieben ist, bloß - meiner bescheidenen Meinung nach - mangelt es an allem anderen, was mich auch gleich zu unserem Fazit führt.

Fazit:


Der Country Club hat mich enttäuscht, muss ich ganz ehrlich feststellen. Die Handlung an sich schwächelte, die Klischees (gerade bezüglich der Protagonisten) kann ich kaum noch ertragen und insgesamt hat es sich wie ein Z-Teenie-Slasher-Movie gelesen, der ab 22:15 an einem Samstagabend bei Tele5 ausgestrahlt wird. Ich kann es bei bestem Wissen und Gewissen so nicht weiterempfehlen. 



1 Kommentar:

  1. Hallo Ray,
    ich bin ja eigentlich kein Fan von Horrorfilmen (Ausnahme: Die Serie American Horrorstory) und lese auch dieses Genre eher weniger. Dennoch bin ich sehr interessiert an den Meinungen zu eben diesen Geschichten. Im ersten Moment dachte ich: Das klingt doch richtig spannend und war mir auch sicher, dass Liebhaber dieses Genres hier einige sehr schöne Lesestunden mit haben würden. Dann habe ich aber deine - im Übrigen sehr unterhaltsame und gut geschriebene - Rezension gelesen und festgestellt, dass die Klischees vielleicht nicht gewollt und auch viel zu vorhersehbar waren. Vielen Dank für diese interessante Buchvorstellung.

    Liebe Grüße
    sendet euch beiden
    Tanja

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