Sonntag, 22. Juli 2018

Shadow Park (2)


Autor/inK. M. Parker
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-7528-5947-8
Seitenzahl: 262
Erhältlich: Books on Demand Onlineshop

Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 2,99 € (eBook)
Verlag: Books on Demand









Klappentext:


Shadow Park - der Ort des Bösen zeigt seine Krallen. Band 2 der Fantasy-Trilogie.

Ich musste vieles überstehen, um eine Seelenretterin zu werden und habe es geschafft. Doch nun gibt es neue Feinde. Dunkle Kreaturen, die meine schlimmsten Alpträume übertreffen. Ob ich die Welt beschützen kann? Ich werde es versuchen, egal was es mich kostet. Denn ich bin eine Seelenretterin.

Was Ray dazu schreibt:

S P O I L E R A L A R M ! ! !


Die Fortsetzung beginnt genau dort, wo der Vorgänger aufgehört hat: Tonja ist nun eine vollwertige Seelenretterin, ihre Flamme Abel unterzieht sich gerade seiner Prüfung, Lo und Agnetha sind weiterhin verschwunden.

Doch anstatt sich auszuruhen, geht es gleich aufregend weiter. Liam, der Zusammen mit seiner Partnerin Katrin die Mauer beschützt, die die Grenze zwischen Menschenwelt und Shadow Park bildet, will ihr etwas über ihre neuen Fähigkeiten beibringen, doch dazu kommt er erstmal nicht, da ein paar merkwürdige Figuren in schwarzen Anzügen versuchen Tonja zu verschleppen.

Genug zum Inhalt.

Man muss den ersten Teil kennen, um den zweiten verstehen zu können, da aufgrund der fehlenden Erklärungen / Charaktervorstellungen ein Vorwissen nahezu vorausgesetzt wird. Die Handlung des zweiten Teils ist in (gefühlt) drei Akte aufgeteilt, jeder Akt mit seinem eigenen Höhepunkt und nachreichenden Folgen für den nächsten Akt. Die Gefühlswelt von Tonja wird mordsmäßig auf den Kopf gestellt, was nicht nur an ihren Gegenspielern liegt, sondern auch an ihr selbst. 

Bereits bekannte Charaktere, auch einige die kleinere Rollen im ersten Teil hatten, werden aufgewertet und neue Charaktere werden genauso sorgsam vorgestellt und ausgeschmückt wie im ersten Teil, neue Beziehungen zwischen allen Charakteren mit inbegriffen (Veigur ist schon ein süßer Matz). 

Handlungen haben Konsequenzen, die nicht nach ein paar wenigen Seiten abgefrühstückt sind. Allein dieser Fakt und die sorgfältig ausgearbeiteten Charaktere lassen die Geschichte wunderbar lebendig wirken, sie ist dynamisch und farbenfroh, schlüssig und aufregend. Bonuspunkte gibt es für die zahlreichen Plottwists, die ordentlich für Stimmung sorgen. 

Spannung und Action drücken den ruhigeren und deutlich emotionaleren Momenten die Klinke in die Hand, hier und da heizen ein paar Spritzer Leidenschaft und Erotik die Geschichte auf, während an anderer Stelle humorvolle Seiten aufgezogen werden, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben. Diesen Absatz habe ich, so frech wie ich bin, aus der Rezension zum ersten Teil übernommen und noch ein wenig aufgepeppt. Die Autorin hat nochmal eine Schippe zugelegt, mehr Emotion und mehr Action bilden die Rahmenhandlung und ein paar mehr Spritzer knisternder Erotik runden das Leseerlebnis ab.

Fazit:


Shadow Park, Teil 2,  - Heimat der verlorenen Seelen, bösartigen Halunken und überglücklichen Leser. Während ich vom ersten Teil bereits begeistert war, konnte ich den zweiten Teil fast nicht mehr loslassen, so gut war das Buch. Zwar gibt es ein wenig mehr Gefühlschaos bei der Protagonistin, aber das konnte mich auch nicht abschrecken. Hoffentlich kommt bald der krönende Abschluss des Ganzen! 

Samstag, 21. Juli 2018

Super Bodyguard


Autor/in: Chris Bradford
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-570-40365-5
Seitenzahl: 255
Erhältlich: Thalia

Preis: 8,99 € (Taschenbuch), 7,99 € (eBook)
Verlag: cbj
Deutsche Erstausgabe: April 2018










Klappentext:


Einer Kugel kann man nicht entkommen - aber was, wenn jemand in der Lage ist, sie abzufangen?

Als der 15-jährige Troy in London mitten in einen Terroranschlag gerät, entdeckt er, dass er eine schier unglaubliche Eigenschaft besitzt: Kugeln können ihm nichts anhaben! Und nun überschlagen sich die Ereignisse in Troys Leben, denn eine Geheimorganisation wird auf ihn aufmerksam und wirbt ihn als Bodyguard an. Dort trifft er auf andere Jugendliche, die ebenfalls über ähnlich ungewöhnliche Kräfte verfügen. Gemeinsam stehen ihnen nun hochbrisante Aufträge als Super-Bodyguards bevor...

Was Ray dazu schreibt:


Troy und seine Familie verbringen gerade einen schönen Tag im Einkaufscenter von Terminus City, als die Armee der Freiheit gerade dort einen Anschlag verübt. Wenig später erwacht Troy in einem Krankenhaus, eine geheimnisvolle Frau namens Medusa rekrutiert ihn für S.H.I.E. ... wartet, nein, das ist kein Marvel Comic. Also: eine geheimnisvolle namens Medusa rekrutiert ihn für S.P.E.A.R. - eine Super-Bodyguard-Geheimorganisation. 

Dort trifft er auf seine Mitstreiter Joe, Lennox, Kasia und Azumi sowie auf ihren Trainer Apollo. Bis auf einen kurzen Abriss ihres Aussehens und ihrer jeweiligen Fähigkeiten, erfahren wir leider nicht sehr viel über die Nebenbesetzung. Da wir die gesamte Geschichte aus Troys Perspektive erfahren, bekommen wir nur mit was er sieht und fühlt. Auf 255 Seiten ist halt kein Platz für die Entwicklung mehrerer Charaktere. 

Der Schreibstil ist super einfach, man liest schnell und flüssig - auch wenn sich einige Sätze öfters wiederholen - das Buch in einem Rutsch durch. Es ist halt ein Jugendbuch, was dementsprechend einfach gehalten wurde. 

Inhaltlich bietet das Buch jede Menge Spannung und davon leider zu viel. Man wird von einem Einsatz in den nächsten geworfen, Ungereimtheiten und lose Enden trüben öfters das Lesevergnügen und es geht auch ziemlich blutig zur Sache. Leichen stapeln sich, Schläge werden ausgeteilt und Knochen massenweise gebrochen. 

Fazit:


Idee gut, Umsetzung unbefriedigend. Super Bodyguard versucht bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichzeitig zu punkten und scheitert daran, da diese zwei Zielgruppen unterschiedliche Ansprüche an ein gutes Buch stellen. Ich kann es nicht wirklich empfehlen, außer wenn man einen flotten Snack für Zwischendurch sucht und man mal etwas neues ausprobieren möchte.

Freitag, 20. Juli 2018

Interview Nr. 2 - Nikodem Skrobisz / Leveret Pale


Nikodem Skrobisz hat mit seinen 19 Jahren bereits einige Werke geschrieben und unter seinem Pseudonym Leveret Pale veröffentlicht. Sein Abitur hat er bereits in der Tasche, und ist abgesehen vom Schreiben ein Freund guter Literatur und tiefgründiger Gespräche. Doch wer oder was inspiriert ihn? Was brachte ihn zum Schreiben und woran glaubt er? Das alles und noch viel mehr, versucht Ray - für euch - herauszufinden. 
Bonusrunde: In naher Zukunft werden wir eine Rezension zu seinem Buch Crackrauchende Hühner hochladen. Ich hoffe, ihr seid genauso gespannt wie ich.




Ray:
Erstmal möchten wir uns bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast, um uns zum Interview zur Verfügung zu stehen. Erzähl doch erstmal ein wenig über dich, damit auch unsere Leser dich kennenlernen können.

Nikodem:
Ich danke euch für die Möglichkeit dieses Interviews. Ich schreibe vor allem in den Bereichen Science-Fiction und Gegenwartsliteratur, experimentiere allerdings immer wieder mit neuen Stilen und Genres, weshalb der Bruch mit Konventionen zu einem meiner Markenzeichen gehört. Unter meinem Pseudonym Leveret Pale findet man insgesamt zehn Bücher und einen Beitrag bei einer Verlagsanthologie, allerdings wird es im Laufe dieses Jahres noch einige Neuerscheinungen geben. Des Weiteren bin ich als Vorstandsmitglied des Bundesverbands junger Autorinnen und Autoren e.V. (BVjA) tätig, und betreue dort meistens die Indieautorensparte. Zurzeit bereite ich mich vor allem auf mein Psychologiestudium vor, welches ich im Oktober in Wien beginnen werden, schreibe an einigen Auftragsarbeiten und einem neuen Roman und reise durch Europa, um Erfahrungen zu sammeln und Kollegen zu treffen.

Ray:
Wahrscheinlich bist du es leid, immer wieder mit der selben Frage konfrontiert zu werden, aber anscheinend lässt es sich nicht vermeiden. Was verbirgt sich hinter deinem Pseudonym?

Nikodem:
Leveret Pale bedeutet übersetzt blasses Kaninchen und ist eine Anspielung auf das weiße Kaninchen aus Alice in Wunderland. Genauso wie in der Geschichte, möchte ich meine Leser in fremde Welten führen, die mit psychedelischen Erfahrungen und neuen Ideen und Perspektiven das Bewusstsein erweitern. Das Pseudonym entstand als ich mit sechzehn eine Überdosis diverser Substanzen überlebte und beim Aufwachen Tim Burtons Verfilmung des Klassikers im Fernseher lief. An dem Tag entschied ich mich meine Schriftstellerei professionell zu betreiben. Ich hatte bereits mit vier Jahren angefangen Kurzgeschichten niederzuschreiben, aber erst diese Erfahrung gab mir die Motivation mein Potential auszuschöpfen und umfangreiche Werke für die Veröffentlichung zu schaffen.

Ray:
Wie ich bereits erfahren habe, bist du zwar in München geboren, aber an unterschiedlichen Orten (unter anderem in Krakau und auf dem Internat Schloss Neubeuern) aufgewachsen. Was ist Heimat für dich? Wo fühlst du dich zu Hause?

Nikodem:
Für mich ist meine Heimat Europa beziehungsweise die Europäische Union, und das nicht nur aufgrund der europäischen Kultur, die ich sehr schätze. Ich reise sehr viel – vorgestern erst war ich in Dublin für ein Event, gestern und heute bin ich in München, um meine Sachen zu wechseln und mich mit paar Kollegen zu treffen, und morgen werde ich in Den Haag sein – und fühle mich in Europa entsprechend mittlerweile eigentlich überall zuhause.

Der Ursprung seines Schaffens, der Autor an seinem Arbeitsplatz

Ray:
Neben deinen Romanen, hast du auch diverse Kurzgeschichten, Novellen und sogar Sachbücher veröffentlicht. Wo fängt ein neugieriger Leser am besten an? Welches deiner Werke sollte er zuerst gelesen haben und gibt es eins, auf das du besonders stolz bist?

Nikodem:
Das hängt ein bisschen vom Leser ab, da meine Bücher auch vom Genre her variieren, allerdings empfehle ich jenen, die sich mit meinem Werk vertraut machen wollen, immer zuerst meine Novelle „Das Erwachen des letzten Menschen“. Sie ist mit ihren 55 Seiten im Gegensatz zu meinen durchschnittlich 400 Seiten langen Romanen dann doch sehr schnell zu lesen und ist ziemlich unexperimentell. Sie behandelt für mich typische Themen wie die Frage nach dem Lebenssinn, Transhumanismus und technologische und psychologische Entwicklung mit ein paar Funken meines absurdistischen Humors, ohne dabei aber so abgedreht und verstörend zu sein wie zum Beispiel meine sehr unkonventionellen Romane „Crackrauchende Hühner“ und „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“. Auf CrH bin ich aber besonders Stolz. Das Buch schrieb ich mit 17 innerhalb von drei sehr intensiven Wochen, und auch wenn ich mittlerweile vieles Neueres und auch Besseres geschrieben habe, ist es nach wie vor das populärste und ich glaube auch authentischste meiner Bücher.

Ray:
Für mich sind Autoren Künstler und die meisten Künstler haben ihre Musen, wie sieht es bei dir aus? Wer oder was ist deine Muse?

Nikodem:
Das Leben.

Überschriften, die man nicht jeden Tag zu lesen bekommt

Auch Autoren müssen immer genug trinken, damit sie fleißig sein können


Ray:
Wie viel steckt von dir selbst in deinen Werken? Von deiner Persönlichkeit, deinen bisherigen Erfahrungen im Leben, deinen Träumen, Wünschen und Hoffnungen?

Nikodem:
Kein Autor ist davor gefeit seine Persönlichkeit und seine Erfahrungen in seine Geschichten einzubringen, da sie ja letztendlich eine Expression seines bewussten und vor allem unbewussten Denkens sind. Entsprechend wird man in den meisten meiner Texte etwas von mir wiedererkennen. In manchen Geschichten wie „Das Erwachen des letzten Menschen“ oder meine Kurzgeschichten in „Wahnsinn“ muss man dafür sehr genau hinschauen – in meinem neusten, sehr metafiktionalen Roman „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“ spiele ich aber sogar selber als Antagonist des Protagonisten eine Rolle als Charakter, treibe als die Idee des Autors als Schöpfer der Geschichte auf eine absurde Spitze.

Ray:
Nachdem ich einige deiner bisherigen Interviews gelesen habe und dich so ein wenig kennenlernen konnte, scheinst du mir ein Mensch zu sein, der stets darauf erpicht ist, sich zu bessern und nach etwas Höherem zu streben. Per aspera ad astra (sinngemäß = durch Mühsal gelangt man zu den Sternen), also. Liege ich damit richtig und wenn dem so ist, sollten sich andere Menschen ein Beispiel an dir nehmen?

Nikodem:
Das ist eine sehr genaue Beobachtung. Ich bin definitiv ein ehrgeiziger und energetischer Mensch, der intensiv lebt und arbeitet, allerdings glaube ich nicht, dass ich als ein gutes Beispiel dienen kann. Ich habe das genetische Glück, jemand zu sein, der nur vier, fünf Stunden pro Nacht braucht, um ausgeschlafen zu sein und von Natur aus immer auf Achse ist. Psychiater haben das bei mir das als eine Form von ADHS diagnoziert; meine Freunde nennen mich einen Workaholiker, der wahrscheinlich im 27er-Club landet. Allerdings glaube ich, dass die Verwirklichung des eigenen Potentials und damit die Überwindung der eigenen Schwächen der beste Weg für jeden Menschen ist, um ein für ihn passendes, angstfreies und glückliches Leben zu führen. Meine nietzscheanische Lebenseinstellung der Selbstüberwindung, die ich auch in Essays und meinen Geschichten immer wieder exploriere, kann ich daher nur weiterempfehlen – meinen Lebensstil nicht.

Ray:
Ich muss ehrlich mit dir sein. Einen Tag vor dem Erhalt deiner E-Mail, habe ich mir auf einer Seite für Autoren und Rezensenten die Beschreibung von „Der Apfelsmoothie der Erkenntnis“ durchgelesen und war kurz davor dich anzuschreiben, war mir aber noch unschlüssig, wollte noch eine Nacht darüber schlafen. Jetzt sind wir hier. Zufall oder eine Laune des Schicksals?

Nikodem:
Der Psychologe Carl Jung, dessen Werk mich stark beeinflusst, würde das als Synchronizität bezeichnen, also einen bedeutungsvollen, akausalen Zufall, dass ich dich angeschrieben habe, nachdem du über mein Buch nachgedacht hast. Die Wissenschaft kann sich solche bedeutungsvollen Zufälle, die sich im Leben eines jeden Menschen mehr oder weniger häufig (bei mir in letzter Zeit ziemlich häufig) ereignen, noch immer nicht ganz erklären, auch nicht durch reine Statistik, weshalb ich auf eine Form von Schicksal tippen würde.

Ray:
Zu guter Letzt frage ich dich, wo du dich in 10 Jahren siehst.

Nikodem:
Wenn alles gut läuft, bin ich dann promovierter Neuropsychologe, ganz oben auf der Bestsellerliste und hoffentlich noch am leben.

Ray:
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal dafür bedanken, dass du dir für uns die und unsere Fragen Zeit genommen hast und uns ein Rezensionsexemplar von Crackrauchende Hühner bereitgestellt hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, sowohl für Leveret Pale als auch für Nikodem Skrobisz .

Das wars auch schon wieder! Zu seiner Homepage geht es hier entlang und auf Instagram könnt ihr ihm hier folgen. 

UNTERWELTPAKT - König & Ritter (1)



Autor/in: Sarah Lilian Waldherr
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 248
Erhältlich: Amazon

Verlag: Selfpublisher


Auch rezensiert von:
Franzis Hexenbibliothek, Buchgeflüster & Epic Moon Blog







Klappentext:



**Seit ich Arien auf seinem Weg begleite, habe ich Mitleid und Moral hinter mir lassen müssen. Schmerz und Leid wurden zu meinem Alltag, in dem es kein Erbarmen gibt.**

Die Wahrheit ist nicht immer offensichtlich.

Seit Liannes Schicksal mit dem von Arien Nox Umbria verknüpft wurde, gehört es zu ihrer Pflicht, die gefährlichen Myraner aufzuspüren und zu töten. So lautet ihr Auftrag, dem sie ihr Leben verschrieben hat. Sie opfert alles dafür, Arien zu unterstützen, obwohl er sie auf Abstand hält. Doch als ein Wesen auftaucht, das böser und mächtiger als alles ist, was sie zuvor gesehen haben, treibt es Lianne und Arien an ihre Grenzen. Keine Waffe kann die Kreatur töten und sie zeigt keinerlei Schwächen. Lianne setzt alles daran, ihre Familie und die Bürger Coronas zu schützen, und stürzt sich dabei in eine Gefahr jenseits ihrer Vorstellungskraft.


König und Ritter - der spannende Auftakt zu der düster angehauchten Fantasyserie Unterweltpakt.


Was Denise dazu schreibt:



Lianne ist ein aufgewecktes, einfühlsames und mutiges Mädchen. Nachdem sie den jungen Herzog Arien geheiratet hat, muss sie ihm dabei helfen Menschen vor den Myranern zu schützen. Obwohl sie erst vierzehn Jahre alt ist, hat sie schon so einiges erlebt. Sie nimmt ihre Aufgabe sehr ernst und tut alles um ihre Mitmenschen vor den Gefahren der Myranern zu bewahren. Dabei muss sie auch mal einen von ihnen töten.

Die ganze Geschichte wird aus ihrer Perspektive mitreißend und voller Emotionen erzählt. Gleich am Anfang der Handlung wird man mit einem Plottwist konfrontiert, der es in sich hat. Die mittelalterliche Welt, in die der Leser entführt wird, ist gespickt mit Fantasyelementen, was auch erklären mag, warum zwei Jugendliche / Teenager eine so große und wichtige Aufgabe erfüllen müssen.

Durch den leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin kommt man schnell ins Geschehen rein. Die Charakterbeschreibung ist super formuliert und ein paar der Charaktere lässt man gleich in sein Herz hinein.

Auch ein paar dramatische Szenen lassen einen nicht los. Der Auftakt von Unterweltpakt löst allerlei Gefühlsregungen aus und oftmals kommt man nicht aus dem Staunen raus, da auf den knapp 250 Seiten starken Handlung unglaublich viel passiert.

Der Cliffhanger am Ende der Story ist nicht allzu groß und ein sehr toller Übergang in den zweiten Teil, sodass man bestimmt ohne größere Schwierigkeiten weiterlesen kann.

Jede einzelne Seite war mit einer schön anzusehenden Zeichnung verziert, wofür es eindeutig Pluspunkte gibt. 


Fazit:


Der Auftakt einer atemberaubenden Fantasyserie mit tollen Charakteren, einer mitreißenden Story und unheimlichen Gegenspielern. Sehr empfehlenswert, wenn man seinen Emotionen freien Lauf lassen und lebendig wirkende Charaktere beim Entwickeln erleben will.




Mittwoch, 18. Juli 2018

Streets of Love


Autor/in: Ralph D. Chains
Genre: Hardcore
Seitenzahl: 295
Erhältlich: Redrum Onlineshop


Verlag: Redrum Books
Deutsche Erstausgabe: Juni 2018









Klappentext:


Als Bobby eines Tages aufwacht, laufen die Dinge aus dem Ruder, da der Lauf einer Schrotflinte tief in seinem Arsch steckt. Was ursprünglich als Racheaktion an seinem alten »Kumpel« Harry geplant war, entpuppt sich als Road-Trip der besonderen Art.

Amerikas Straßen sind gepflastert mit Steinen der Liebe und Bobby, Harry & Co. drehen jeden einzelnen davon um. Dabei lassen sie kein Fettnäpfchen aus, und ihre von Blut, Eiter und Scheiße triefenden Abenteuer schweißen sie enger zusammen, als sie es jemals zu träumen gewagt hätten.

Was Ray dazu schreibt:


Ihr müsst wissen, mich schockt nichts mehr. Ich schaue seit meinem siebten Lebensjahr ziemlich  gerne Horrorfilmen und mein zweiter Horrorfilm, den ich jemals gesehen habe, war From Dusk Til Dawn (mit George Clooney und Quentin Tarantino). Nach jeder Menge kindlichem Angstschweiß und einer unruhigen Nacht ... Schockte mich nichts mehr. 

Wie sich mein Humor zu dem entwickelt hat, der er heute ist, weiß ich nicht, aber ich mag dreckige Witze, dunklen Humor, je öfter es unter die Gürtellinie geht, desto besser. 

Also müsste Streets of Love doch was für mich sein, oder nicht?

Komischerweise nicht. Das Cover wirkt vielversprechend, ein Clown alá Capt. Spaulding schaut einen finster an, pafft eine Zigarre und hält eine beeindruckende Knarre in der Hand. 

Die Handlung beginnt mit einer Frage, die man sich noch nie zuvor im Leben gestellt hat. Von dort an geht es immer chaotisch werdender voran, wir begleiten zwei Loser der übelsten Sorte auf einer drogen-, sex- und gewaltverherrlichenden Reise, inklusive VW-Bus im Hippie-Design und vier Nazi-Prostituierten, davon jede mit ihren eigenen durchgeknallten Fetischen. Von daher hat es alle Kriterien für ein Buch im Hardcore Genre erfüllt und hat sich seinen Platz im Redrum Katalog redlich verdient. 

Es geht schnell, obszön und auch recht gut geschrieben (was mich, um ehrlich zu sein, ein wenig überrascht hat) voran und die Geschichte endet in einem einzigartigen Finale, das Platz für Fortsetzungen lässt. Doch die Gags, die teilweise recht flach sind, und häufig blutigen Aktionen perlten, ohne eine Regung zu erzeugen, an mir ab. Manchmal kam es mir so vor, als ob ich den selben Witz / die selbe skurrile Situation woanders schon mal gesehen oder gelesen habe, eine Spitze jagte die nächste, South Park und Little Britain lassen grüßen. 

Zu guter Letzt möchte ich darauf hinweisen, dass das vorliegende Buch recht wenig mit dem gleichnamigen Song von den Rolling Stones zu tun hat (kleiner Scherz am Rande).

Fazit:


Auch wenn mir persönlich das Buch nicht ganz gefallen hat, I gotta give credit where credit is due. Der Klappentext verspricht nicht zu wenig, es erfüllt die Voraussetzungen eines Hardcore Titels auf ganzer Ebene und für Fans des Verlags ist es definitiv Pflichtprogramm. 

Montag, 16. Juli 2018

Das Buch der Spiegel


Autor/in: E.O. Chirovici
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 381
ErhältlichRandom House


Verlag: Goldmann
Deutsche Erstausgabe: 18. Juni 2018









Klappentext:


Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.


Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Was wir dazu schreiben:


Das Buch ist in drei Teilen eingeteilt.

Im ersten Teil bekommt Peter Katz ein Manuskript von Richard Flynn zugeschickt, in dem über Ereignisse berichtet wird, die vor der Ermordung des Professors Joseph Wieder stattgefunden haben. Dieser Mord wurde bislang nicht aufgeklärt und das Manuskript endet kurz vor der eigentlichen Tat. Peter versucht sich mit dem Autor in Verbindung zu setzen, um den letzen Teil des Manuskripts zu bekommen. Richard Flynn ist aber bereits verstorben.

Peter Katz beauftragt im zweiten Teil den freien Journalisten John Keller damit, herauszufinden ob das Manuskript auch der Wahrheit entspricht. Somit macht sich John auf den Weg und befragt Personen, die mit Richard Flynn und Professor Wieder zu tun hatten. 

In dem dritten Teil kramt der Ex-Polizist Roy Freeman, der in dem Fall "Joseph Wieder" ermittelte, in der Vergangenheit herum.

Der Anfang der Handlung ging eher holperig und langatmig voran. Aber wenn man die ersten 100 Seiten durch hat, erfreut man sich an einer spannenden und dynamischen Geschichte, die dazu auch noch sehr nachvollziehbar erscheint und den Leser mit Hinweisen füttert, wer der Täter sein könnte. 

Es kommen immer mehr Charaktere ins Geschehen, die alle samt wichtige Bestandteile der Geschichte sind. Die Charaktere werden ausführlich beschrieben, man erfährt nahezu alles über sie, von den Gedanken bis hin zu möglichen Motiven. Die Handlung schlägt des öfteren verschiedene Wendungen ein und bietet allerlei Überraschungen für den Leser. 

Fazit:


Ein Kriminalroman mit vielen Wendepunkten und echten Überraschungen. Ein tolles Buch für jeden der es rätselhaft mag und mitdenken will. Einziger Knackpunkt sind halt die ersten 100 Seiten, die eher träge wirken.

Wir blicken zurück: Juni 2018


Wenn ich am PC sitze und kurz davor bin ein Videospiel zu starten, kommen mir die großartigsten Ideen! Die neueste dieser Ideen setze ich jetzt um und präsentiere euch den ersten Monatsrückblick! Welche Posts wurden am besten angenommen? Was haben wir im Juni gelesen und welche Bücher rezensiert? Was für Posts haben wir sonst hochgeladen? Das alles erfahrt ihr jetzt!

Die Top 3 der Posts im Juni 2018:


Platz 1: Interview Nr. 1 mit Juliette von Recensio Online
Platz 2: Rezension zu Tage wie Türkis
Platz 3: Rezension zu Wutrauschen


Ja, der Juni hatte irgendwie was besonderes. Es war der Monat, in dem wir unser erstes (und bisher einziges) Interview geführt haben. Ray hat zum ersten Mal - außerhalb jeglichen schulischen Unterrichts - ein Theaterstück gelesen und rezensiert und wir haben unser erstes Rezensionsexemplar von Redrum Books erhalten!


Einige der gelesenen Bücher im Juni 2018 feat. Denise und das Katzentrio:



Das persönliche Highlight von Denise: Die letzte Stunde von Minette Walters
Das persönliche Highlight von Ray: Der große Zoo von China von Matthew Reilly

Das nenne ich mal eine bunte Mischung! Thriller drücken humorvollen Büchern die Klinke in die Hand, hier und da tummeln sich Fantasy Abenteuer, Romane und sogar Dark Romance Werke. Der Juli sieht lesetechnisch genauso bunt aus!

Der Juni war sogar ein Monat des Umschwungs, denn wir haben unseren Blog ein wenig aufgepeppt. Neuer Look, neues Logo, neue Art die Rezensionen zu entwerfen. Das positive Feedback war klasse, vielen Dank an euch.

Bis zum Juli Rückblick,

Ray