Samstag, 22. September 2018

[Rezension] Selfies vom Mond


Autor/in: André Nagerski
Genre: Sci-Fi / Humor
Seitenzahl: 112
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-1973550105
Preis: 6,96 € (Taschenbuch), 2,99 € (eBook)

Verlag: Selbstverlag
Erscheinungsdatum: 14.12.2017








Klappentext:


„Douglas Adams lebt! [...] Uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Freunde der anarchistischen Science Fiction-Comedy. Mehr davon!“ – so forderte es Amazon Bestseller-Autor Ralph Edenhofer im Namen vieler begeisterter Leser, und endlich hat das Warten ein Ende: Band Zwei der Bop-Saga liegt vor! Auch dieses Mal erleben die Helden der Geschichte irrwitzige Abenteuer. Roboter, Frauen, Aliens und mysteriöse Geistwesen – und mal eben das Universum retten: ein kurzweiliges Vergnügen!

Was Ray dazu schreibt:


S P O I L E R A L A R M ! ! !

Wir erinnern uns an das Ende des ersten Teils, unsere Helden sind von der Weltraumtankstelle aufgebrochen, haben einen Magma-Torpedo verbraten und befinden sich auf den Weg nach Anything, der Heimat der Wegweiser. 

Es werden weiterhin Streiche gespielt, Gemeinheiten ausgetauscht und versucht das Universum zu retten. Die Lachmuskeln kamen beim ersten Teil schon ordentlich in Fahrt, doch was in der Fortsetzung geboten wird... Toppt alles! Die Crew legt sich mit fluffigen, knuddeligen und absolut bösartigen Weltraumponys an, rekrutiert (un)freiwillig neue Minderheiten Mitglieder, besucht historische Orte und auch der angsteinflößende APOKALYPTOR schaut vorbei (nicht unbedingt in der Reihenfolge). 

» "Nun ja, Schwamm drüber, wen interessiert schon die Schule? Wobei die natürlich total wichtig ist fürs Leben - falls irgendwelche Schüler das hier lesen sollten", fuhr Edward fort und kratzte sich am Bart. «

Der Autor fliegt weiter auf seinem Kurs, die Handlung bleibt angenehm unvorhersehbar und genauso absurd und urkomisch wie bisher, wenn nicht noch komischer. Seine Kommentare zum Geschehen, das Brechen der vierten Wand und der Epilog runden das humorvolle Leseerlebnis glanzvoll ab. 

Fazit:


Wir bleiben bei einer kurzen Rezension, wie beim ersten Teil. Was soll ich hier groß schreiben - außer: KAUFT EUCH DIESE BÜCHER / EBOOKS ! Wer auf humorvolle Weltraumaction steht, einfach mal was zum Lachen braucht oder ein Mensch ist, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen! Hopp! Hopp!

Freitag, 21. September 2018

[Rezension] Das Haus der Monster

Autor/in: Danny King
Genre: Horror
Seitenzahl: 328
Erhältlich: Luzifer Verlag
ISBN: 
978-3-95835-183-7
Preis: 12,99€ (Klappenbroschur), 4,99€ (Ebook)

Verlag: Luzifer Verlag
Erscheinungsdatum: 2016








Klappentext:


Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst. 

In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat …

DAS HAUS DER MONSTER ist DER Überraschungshit und Bestseller von Danny King, der mit seinem typisch britischen schwarzen Humor zehntausende Leser begeistert hat.

Was Denise dazu schreibt:


John Coal wird von ein paar Jugendlichen so sehr geärgert, dass er sich entscheidet ihnen seine Lebensgeschichte zu erzählen. Insgesamt erzählt er vier Geschichten aus seiner Vergangenheit. Die erste Geschichte erzählt von seinem eigenen Jugendleben. In der Geschichte kam ich nicht so gut rein, da ich etwas anderes erwartet habe, vom Klappentext her. Nach dem Akt war ich etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. 

Die anderen Geschichten waren viel mehr nach meinem Geschmack und sie wurden auch düsterer und es wurde mit viel Ironie gespielt. Der Protagonist John Coal war am Anfang für mich eher unsympathisch, hat sich aber mit seinen folgenden Geschichten sympathischer und interessanter gemacht. 

Er trifft viele unterschiedliche Wesen. Mit einigen freundet er sich an, aber mit den anderen verfeindet er sich. Im Buch wird nicht sonderlich viel Blut vergossen. Es gibt ein paar extremere Szenen, aber ansonsten wird hier mehr auf gedanklichen Grusel gesetzt, der durch jede Menge spannende Sequenzen immer wieder erneuert wird.

Danny King schreibt spannend, flüssig und einfach. Die Seiten sind einfach wie von selbst geflogen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, nachdem ich die erste Geschichte "überstanden" hatte. 

Fazit:


Ein sehr gutes Buch, was mich aber leider erst nach der ersten Geschichte richtig packen konnte, dann aber durch seine anhaltende Spannung komplett überzeugen konnte . Für die die es nicht so blutig mögen, aber auf Bücher aus dem Horror Genre stehen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Das schreit nach mehr Danny King!

Mittwoch, 19. September 2018

[Messebericht] Maker Faire Hannover 2018



Letztes Wochenende waren wir zwei von 21.000 Besuchern auf der sechsten Maker Faire Hannover und hätten gar nicht begeisterter sein können! 



Professionell, abwechslungsreich und informativ! Das sind im Nachhinein die ersten Worte die mir zur Maker Faire einfallen. In entspannter Atmosphäre trafen allerlei Besucher auf innovative, motivierte und freundliche Maker, die ausdauernd ihre Gäste betreuten. Bei etlichen Ständen bildeten sich lange Schlangen, jeder wollte mal mitgemacht haben. Man konnte sich LED-Namensschilder erstellen lassen, seinen eigenen kleinen und hölzernen Flippertisch bauen, sich in der Kunst der Kalligraphie versuchen, aus Elektroschrott Schmuck basteln, Miniatur-Roboter bauen und sich am Stand von Nintendo Labo austoben, für jeden war etwas dabei.

Dienstag, 18. September 2018

[Rezension] Hexentribunal


Autor/in: Gerwalt Richardson
Genre: SM-Thriller / Hardcore
Seitenzahl: 327
Erhältlich: Redrum Verlag
ISBN: 
978-3959577595
Preis: 14,99 € (Taschenbuch)

Verlag: Redrum Verlag
Erscheinungsdatum: 18.08.2018








Klappentext:


Der Junganwalt Eric hat bei seinem ersten Fall ein schweres Los gezogen. Er soll die Eigentumsverhältnisse eines Hauses klären, das während der Hexenverfolgungen enteignet wurde. Während seine Auftraggeberin, die hübsche Chinesin Yuxing, ihn zu heißen Fesselspielen verführt, sticht Eric bei seinen Ermittlungen mitten in ein Wespennest. Schon bald ist klar: Nicht nur die Zeit der Hexenfolter war brutal. Auch heute brodelt unter der beschaulichen Oberfläche der Stadt ein Strudel aus Perversion und nackter Gewalt, der Yuxing, ihre Tochter und Eric selbst zu verschlingen droht.

Was Ray dazu schreibt:


Kurzfassung: Eric, unerfahrener Anwalt, fährt für seinen ersten Fall in ein kleines Dorf und hat dort erstmal (mehrmals) harten Sex mit der Asiatin Yuxing - genannt Uschi (!) - und ziemlich bald geht es ihm an den Kragen.

Der Prolog gibt einen kurzen, knackigen Einblick ins Geschehen: vor 400 Jahren wird eine Hexe gefoltert, in der heutigen Zeit vergeht sich jemand an einem Mädchen. Von dort an geht es komplett aus der Sicht (und seinen oftmals sarkastischen Gedanken) von Eric mit der Geschichte weiter, mit kurzen Einschüben aus der Vergangenheit. Ziemlich bald stellt sich heraus, dass etwas Übernatürliches seine Griffel mit im Spiel hat. 

Es mangelt nicht an Synonymen für das beste Stück des Mannes und es werden wirklich oft diverse Rohre verlegt. Der Autor ging mit der nötigen Fülle an Details an die Sache, hatte bestimmt seinen Spaß beim Schreiben und rundete das schlüpfrige Erlebnis an manchen Stellen mit einer Prise Humor ab. Sein Schreibstil eher locker und flockig, aber gewürzt mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Der geschichtliche Höhepunkt, das Ende (was dachtet ihr denn?), lässt den Leser glücklich und befriedigt zurück. 

Fazit:


Was für ein Abenteuer. Mein erster SM-Thriller und er konnte mich auf ganzer Linie überzeugen, hat mich regelrecht ans Buch gefesselt (entschuldigt den kleinen Scherz). Der Autor hat sich merkbar ins Zeug gelegt und das Nachwort bestätigt den Eindruck. Spritzig, manchmal schmerzhaft mitzulesen und - auch mit dem vorhandenen riesigen Sex-Anteil - abwechslungsreich. Da könnte sich so mancher Thriller-Autor eine Scheibe von abschneiden. 

Sonntag, 16. September 2018

[Rezension] 50 Pieces for Grey


Autor/in: Andreas Arimont
Genre: Thriller / Hardcore
Seitenzahl: 117
Erhältlich: Redrum Verlag
ISBN: 
978-3959575911
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Verlag: Redrum Verlag
Erscheinungsdatum: 23.08.2018








Klappentext:


Die junge Prostituierte Ann schlägt sich auf der Straße durch, als sich ihr die Chance eröffnet, für eine Callgirl-Agentur zu arbeiten. Unerwartet wird sie nach kurzer Zeit von deren wichtigstem Kunden angefordert – Alex Cotrell, ein reicher und mächtiger Geschäftsmann. Ann kann nicht glauben, dass er ausgerechnet sie ausgewählt hat und fühlt sich geschmeichelt, ahnt jedoch nicht, dass Alex spezielle Vorlieben und ein düsteres, blutiges Geheimnis hat. Für Ann hat Alex sich einen ganz besonderen Verwendungszweck überlegt, doch alles kommt anders.

Was Ray dazu schreibt:


"3 in the morning I can't sleep I'm having bad dreams / I keep seeing bad shit, this was a bad week / I had bad month, shit... I had a bad year / I had a bad life even before she came here" - Brotha Lynch Hung - Something About Susan

Dieser knappe Auszug aus dem oben genannten Song passt wunderbar zu Ann's Leben. Ein kurzer Prolog gefolgt von ein kurzer Einblick in die ihre Vergangenheit und schon geht es los. Die Geschichte wird zum größten Teil aus den Perspektiven von Ann und Alex erzählt, deren Treffen relativ früh in der Handlung stattfindet. 

Danach geht es rasant weiter. Man bekommt Einblicke in Alex' Geschäftsleben, seiner Freundschaft mit seinem Chauffeur Jim sowie seiner Vergangenheit, die wahrscheinlich Auslöser seines Fetisches war. Ann verändert sich, hat mehr Spaß als zuvor und hofft auf eine schöne Zukunft.

Eine Geschichte voller Sex und Gewalt, doch die Wortwahl war - überraschend - angenehm. In anderen Werken wird dann immer mit den bösesten der bösen deutschen Wörter rumgeworfen, doch nicht hier, es besteht sogar eine gewisse Art Niveau.

Der lockere Schreibstil des Autoren trägt den Leser durch die Geschichte, der Plot Twist am Ende war nicht so unerwartet, aber dennoch wirksam. Mich befiel von Anfang an eine dunkle Vorahnung, die auch in den ruhigeren Parts der Geschichte nicht weichen wollte, was mir besonders gefallen hat.

Fazit:


Auf 117 Seiten bleibt wenig Platz für einen Thriller sich voll zu entfalten, doch gibt es nichts, über das ich mich beschweren könnte. Ein knackiger und mitreißender Erotikthriller, der einen Blick in dunkle Abgründe wirft und vielleicht sogar Platz für eine Fortsetzung bietet. Für einen Redrum ungewohnt "zahm", doch versorgt 50 Pieces for Grey den Leser mit einigen (brutalen) Höhepunkten. 

Montag, 10. September 2018

[REVIEW] Demon Days

Interpreten: Lo Key
Genre: Rap / Horrorcore
Länge: 00:20:10
Erhältlich: Listentolokey.com
, Google Play, PropSquadShop
Label: /
Erschienen: 23.04.2017









Tracklist

1.   The Chosen Souls (Intro)
2.   Blood & Whiskey (feat. Madd Maxxx)
3.   The Devil's Knock (feat. Playboy The Beast)
4.   Hush (feat. Madd Maxxx)
5.   Into The Fire (feat. Alla Xul Elu)


Review


Freunde des musikalischen Horrors, hiermit mache ich euch auf Demon Days aufmerksam. Die gesamte Aufmachung schreit nach Horror, vom Cover bis zum letzten Song. Mit dem Intro The Chosen Souls wird die Atmosphäre gesetzt. Knisternde Flammen, das Klimpern einer Spieluhr, Kinderlachen im Hintergrund und die schaurige Kinderstimme, die uns von ihrem Schicksal erzählt... Hut ab. 

Was hierauf folgt ist das lyrische Äquivalent zu einem Buch aus dem Redrum Verlag oder der Festa Extrem Reihe. Von der Produktion her auf höchstem Niveau, das Verhältnis zwischen Stimmen, Effekten und Musik wunderbar abgemischt. Während mit Blood & Whisky und Hush dem fröhlichen Gemetzel gefrönt und dies in extrem detaillierter Art und Weise wiedergeben wird, ist The Devil's Knock ein atmosphärischer Kracher mit einer Chopper-Einlage von Playboy The Beast, der eher als Warnung an hinterhältige Leute und potentielle Neider gilt.

Zum Abschluss wird uns Into The Fire präsentiert, ein im Vergleich zu den anderen Tracks eher langsamer und niederschmetternder Song über verlorene Leben und dem Sinn hinter der Musik, während der Hook mit hypnotischer Wirkung auf den Hörer einprasselt (Into The Fire wird ebenfalls auf der neuen Scheibe von Alla Xul Elu - The Almighty - zu finden sein, anscheinend mit Verse von Lee Carver).

Fazit


Lo Key serviert hier einen kurzen und knackigen Ausflug in seine düsteren Gedanken. Die Wahl der Features passt hier wie die Faust aufs Auge, Aufbau der EP grandios umgesetzt und auch ansonsten gibt es nichts zu meckern. Für Außenstehende mag dies hier sicherlich kein Meisterwerk sein, aber für Fans des Nichen-Genres Horrorcore ein Must Have! Für knapp 5,00 € (bzw. 10,00 € + Versand als Hardcopy) ein wahrhafter Schnapper, der seinen Preis voll und ganz wert ist. Solltet ihr knapp bei Kasse sein, so wird euch die digitale EP kostenlos auf Listentolokey.com angeboten.