Sonntag, 9. Dezember 2018

[Rezension] Dieser Zauber von Weihnachten

Autor/in: Kris C. Macaw
Genre: Gay Romanze
Seitenzahl: 162
Erhältlich: Amazon
ASIN:  
B07JB67P6L
Preis: 2,99 (ebook)

Erscheinungsdatum









Klappentext:


Weil ihm zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, kommt Noel für ein paar Wochen bei seiner Schwester in der Stadt unter. Und das obwohl er von dem Trubel, der in der Vorweihnachtszeit dort herrscht, nicht sonderlich angetan ist. Noel hasst Weihnachten und alles, was damit zu tun hat, aber dann trifft er auf Jace, der seine Gedanken schnell in eine andere Richtung lenkt.
Allerdings sind die beiden total verschieden – Jace will Spaß, Noel ist nach seiner letzten gescheiterten Beziehung immer noch auf der Suche nach Liebe. Deswegen ist ihm auch von Anfang an klar, dass er sich besser von Jace fernhalten sollte. Leider ist das aber alles andere als einfach ...


Was Denise dazu schreibt:


Es ist ein Buch zum Dahinschmelzen, da viel Gefühle und eine (vor)weihnachtliche Stimmung beim Lesen hochkommen. Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, da ich mit den Charakteren so gut mitfühlen konnte und ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden weiter geht. Der flüssige und gefühlvolle Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt, sodass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte.

Die Protagonisten konnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch baut sich eine Verbindung zwischen ihnen auf. Bei den Zweien konnte man ihre Stimmungen und Handlungen oft gut verstehen, da das Buch in den Perspektiven beider Figuren geschrieben wurde. Dadurch kam man auch schnell in die Handlung rein und man verstand die Hintergründe und die Vergangenheiten der beiden Männer. 

Von der Erotik war nicht zu viel und nicht zu wenig im Buch zu lesen und wenn es mal zur Sache kam, standen die Gefühle im Vordergrund. 

Die Weihnachtsstimmung kam auch nicht zu kurz. Der größte Teil der Handlung findet während der Festtage statt und somit ist es für mich auf jeden Fall ein wunderbarer Stimmungsmacher. Ich fand, dass Noel sehr oft etwas übertrieb, was die Weihnachtsdeko anging und mit der Weihnachtsfeier zu tun hatte. Zwar liebe ich die Weihnachtszeit und alles was damit verbunden ist sehr, aber Noel übertrifft das definitiv.


Fazit:


Ein wunderschönes Lesevergnügen, was ich wohl nun jedes Jahr zur Weihnachtszeit lesen werde. Lange hatte ich nicht mehr so ein tolles Buch aus diesem Genre, das auch noch mein liebstes Fest im Jahr in der Handlung mit aufgreift. 

Samstag, 8. Dezember 2018

[Rezension] Hexensold - Ein Galgenmärchen


Autor/in: Nora Bendzko
Genre: Galgenmärchen
Seitenzahl: 484
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-3746786193
Preis: 14,99 € (Taschenbuch), 5,99 € (eBook)

Verlag: /
Erscheinungsdatum: 10.08.2018








Klappentext:


»Tanze nicht mit Feen und handle nie mit Hexen.« – Elegio kennt diese Warnung, seit er ein kleiner Junge ist. 

Geboren in eine Familie von Assassinen wächst er im Oberitalien des 17. Jahrhunderts auf. Sein Vater Lysander setzt alles daran, ihn auszubilden. Doch dem sanften Elegio ist Töten zuwider. Sein Leben ändert sich für immer, als er in den Besitz eines verzauberten Kleides gelangt. Es verwandelt ihn in Rapunzel – eine gefährliche Schönheit. In ihrer Gestalt ist er endlich der Todesengel, den Lysander in ihm sehen will. Aber sein Vater hat ihn nicht grundlos vor Hexenwerk gewarnt. Mit Rapunzel erwachen Mächte im Land, die einen nie dagewesenen Krieg entfesseln. Und Elegio, der nie kämpfen wollte, gerät mitten zwischen die Fronten … 

Eine dunkelfantastische Thriller-Adaption zur Zeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das bekannte Märchen der Brüder Grimm: »Rapunzel«.

Was Ray dazu schreibt:


Hätte man mir vor sieben Monaten gesagt "Ray, du wirst eine Art Märchen lesen, in dem es um einen zaghaften Assassinen geht, der nur morden kann, wenn er sich durch ein magisches Kleid in eine Frau verwandelt und dir wird die Geschichte gefallen!" ... hätte ich die Person für alles vor dem "und" schief angeguckt und für alles nach dem "und" höchstwahrscheinlich des Platzes verwiesen.

Heute glaube ich selbst daran.

Wir hatten euch das Buch ja schon im Rahmen eines Events vorgestellt und seine diversen Facetten beleuchtet, sodass ich es inhaltlich nicht weiter ausführen werde. Es sei soviel gesagt, dass die Autorin jede Menge Liebe, Sorgfalt und Recherchen mit verarbeitet hat. Ansonsten lasse ich für alle Interessierten diesen anklickbaren LINK hier. Dort könnt ihr euch die Beiträge aller Teilnehmer ansehen, die euch das Buch auf jeden Fall schmackhaft machen werden (sollte es mit dieser Rezension nicht gelingen).

Mit Elegio hat sie einen wunderbaren, vielschichtigen und einzigartigen Charakter erschaffen, der sich auf der Suche nach seinem Platz im Leben befindet und dabei stets um die Anerkennung seines Vaters kämpft. Innerhalb der Geschichte, nach einem abgeschlossenen Handlungsstrang, erfolgt ein Zeitsprung. Elegio wird zum Mann, der seinem Schicksal entfliehen will und immer noch auf der Suche nach Antworten ist. 

Obwohl die selbe Person hinter Rapunzel steckt, lesen sich ihre Abschnitte wie ein komplett anderes Buch. Eine mutige und empathische Frau, die sich ihren Lebensunterhalt mit Auftragsmorden verdient, freche Sprüche reißt und sich mit uralten Mächten anlegt, denen Elegio selbst nicht gewachsen wäre ... oder doch? 

Neben Rapunzel und dem 30-jährigen Krieg findet man noch viele andere Hinweise und Figuren aus bekannten Märchen wieder. Darunter befinden sich ein König und seine Tafelrunde, besondere Geschwister, die durch die Wälder wandern und eine nordische Göttin ... Wie das alles in die 484 Seiten passt? Es passt. An keiner Stelle fühlt sich das Buch überladen, alles passiert zu seiner rechten Zeit, wenn auch manchmal unerwartet.

Nora Bendzko führt und fesselt den Leser mit ihrem intensiven und flüssigen Schreibstil, baut von Anfang an Spannung in hohen Maßen auf, die in gelegentlichen Spannungsspitzen ausschlägt, und hat stets ein Auge für Details und die Beschreibung der auftretenden Figuren. Die Mischung aus realen, historischen sowie fantasievollen, erdachten Elementen ist ihr vollkommen gelungen. 

Fazit:


Es lohnt sich immer wieder, außerhalb seiner literarischen Horizonte zu lesen. Ich bin grenzenlos begeistert und werde mir demnächst auch die anderen Werke der Autorin zu Gemüte führen. Wer Hexensold nicht gelesen hat, hat definitiv was verpasst. Ein derart liebevoll ausgearbeitetes, düsteres und spannendes Märchen ist mir bisher noch nicht untergekommen. Klare Leseempfehlung!

Montag, 3. Dezember 2018

[Rezension] Die Welt von Barzaha

Autor/in: Antonia Cimiotti
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 440
Erhältlich: Amazon
ISBN:  
978-3982031507
Preis: 11,95€ (Taschenbuch)

Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2018









Klappentext:


Aliyah ist eine junge Muslima, kurz vor dem Ende ihrer Diplomatenausbildung. Entschlossen, wissbegierig und … bereits verstorben. Doch der Tod kennzeichnet nur den Anfang des nächsten Kapitels, denn in Barzaha beginnt ein neues, angenehmes und entdeckungsreiches Leben. Ruhe und Frieden sind aber auch auf dieser Ebene nicht von Dauer. Bald schon ist Aliyah gezwungen, in unsere Welt zurückzukehren, um ihre Heimat und alle, die darin leben, zu retten. 

Die Welt von Barzaha ist eine phantastische Erzählung über Verrat und Freundschaft, Vorurteile und Toleranz, Hass und Vergebung. Was wären wir ohne Welten wie Barzaha, ohne die Chance auf einen Neuanfang?

Was Ray dazu schreibt:


Bevor ich mich mit dem Inhalt beschäftige, möchte ich kurz auf die Qualität des Buches (als Gegenstand) eingehen. Es wurde auf hochqualitativem Papier gedruckt, kommt in einem eher ungewöhnlichen Format und trotz seines relativ dünnen Aussehens, wiegt es beinahe so viel wie ein herkömmlicher 600+ Seitenwälzer mit Hardcover. Dennoch ist es (meines Erachtens) anfälliger für Lesespuren, also ist eine gewisse Umsicht beim Lesen geboten.

Als mich die Autorin anschrieb und uns Ihr Werk zur Rezension anbot, musste ich das Angebot einfach annehmen. Es ist ein fantastische Reise zwischen den Ebenen des Dies- und Jenseits, auf der wir eine heranwachsende Muslima begleiten, die sich selbst verstehen muss, um ihre Welt zu retten.

Die Handlung wird aus verschiedenen Sichten erzählt, die allesamt wichtig sind. Dabei werden an den richtigen und für den Plot bedeutsamen Stellen neue Perspektiven eröffnet, wodurch wir immer mehr über die Welt von Barzaha und ihre Einwohner erfahren.

Wie aus dem Klappentext entnehmbar, stellt Barzaha eine Ebene unter vielen des Jenseits dar. Es war interessant zu sehen, wie die einzelnen Charaktere mit dem Wissen, dass sie ihr Leben verloren haben, umgegangen sind und dass die meisten Charaktere sogar mehr oder weniger Angst vor dem Diesseits - im Buch die erste Ebene genannt - haben, da dies ein schrecklicher Ort sein soll.

Doch dieses Buch glänzt nicht nur durch seine fantastischen Erzählungen und einer tiefgründigen Geschichte, sondern auch durch das Aufgreifen von wichtigen politischen / sozial-kritischen Themen. Gerade im späteren Verlauf der Geschichte wird deutlich, wie verworren die großen Religionen sind und wie Gut und Böse oftmals nicht voneinander zu unterscheiden sind. Während ich sonst kein Fan solcher politischen Elemente bin, da diese oftmals nur oberflächlich und voreingenommen vorgetragen werden, hat die Autorin es tatsächlich geschafft, alles auf eine wunderbare Art und Weise miteinander zu verknüpfen.

Einziges kleineres Manko war, dass an einigen Stellen Satzzeichen fehlten und / oder Buchstaben vertauscht wurden. Doch dies stellt keine allzu große Störung des Lesevergnügens dar. 

Fazit:


Wenn das Schicksal des Jenseits auf dem Spiel steht, muss im Diesseits irgendwas massiv schiefgelaufen sein. Die Welt von Barzaha ist eine wunderbare Mischung aus Fantasy-Elementen und ernsten, politischen, auf dem realen Leben basierenden und zum Nachdenken anregenden Themen, die heutzutage nicht präsenter sein könnten. Zwar nutze ich Bücher eigentlich eher zum Abtauchen, praktisch um eine kleine Pause von der "echten" Welt zu haben, doch durch die vorgetragene Ernsthaftigkeit der Autorin, hatte ich trotzdem meinen Spaß und hab das Buch gerne gelesen. 

[Rezension] Pillowface

Autor/in: Kristopher Rufty
Genre: Horror / Thriller
ISBN: 978-3-86552-699-1
Seitenzahl: 448
Erhältlich: Festa Shop
Preis: 14,99€ (Taschenbuch), 4,99 € (eBook)
Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 20. November 2018








Klappentext:


Ein Junge wird der Freund eines Serienkillers. 

Der zwölfjährige Joel Olsen hat keine Freunde. Er lebt in seiner eigenen Welt und liebt besonders Horrorfilme. Zu Beginn der Sommerferien findet Joel im Hinterhof einen schwer verletzten Mann, der sein Gesicht unter einem Kissenbezug verbirgt. Als Joel ihm hilft, entsteht eine unerwartete Freundschaft. Der Maskierte ist der Inbegriff all dessen, was Joel so liebt: Ein Slasher-Killer aus Fleisch und Blut! 

Völlig irre und brutal. Fans von Richard Laymon werden begeistert sein.

Was Ray dazu schreibt:


Was würdet ihr tun, wenn ein riesiger, verdreckter und vermummter Kerl bei euch im Garten steht und aus diversen Wunden blutet? Joel Olsen freundet sich mit ihm an, wäscht ihn, versorgt ihn mit allen nötigen Utensilien und erlebt das Abenteuer seines Lebens.

Die Handlung ist in verschiedene Stränge unterteilt, die in einem furiosen Finale zusammenlaufen. Man begleitet Joel und den Killer Pillowface beim Aufbauen einer ungewöhnlichen Freundschaft, Joels Schwester wehrt sich gegen die Anmachversuche ihres Vorgesetzten und auch Pillowfaces Freunde streifen durch die Wälder, auf der Suche nach ihrem Kameraden. Vereinzelt werden kurze Abschnitte auch aus der Sicht von zweitrangigen Figuren wiedergegeben, die meistens eine kurze Haltbarkeit aufwiesen.  

Manchmal wird mit dem Leser gespielt, indem dunkle Vorahnungen gezielt heraufbeschworen werden. Die Mischung der auftretenden Elemente ist gut gelungen. Neben den immerwährenden Schrecken in Form eines monströsen Mörders, wird der Leser mit einem tiefgründigen Familiendrama, mehreren Prisen Humor und knackigen Portionen Erotik verwöhnt.

Der heimliche Höhepunkt dieses Buches ist tatsächlich die Charakterbildung. Noch nie konnte ich mich besser in die auftretenden Figuren hineinversetzen, wie in diesem Werk. Die meisten Charaktere sind emotional vorbelastet, doch kann man ihre Handlungen verstehen. Selbst Pillowface und seine Kameraden - Carp und Buddy - wurden mit einer bemitleidenswerten Hintergrundgeschichte bestückt, die ihre Taten zwar nicht entschuldigen oder gar rechtfertigen, aber von der Willkür wegführen. Allerdings sind auch die "Normalos" nicht alle so unschuldig, wie sie auf den ersten Blick wirken. Der Autor führt den Leser in tiefe menschliche Abgründe, entstanden aus Verlangen, Verachtung und gebrochenen Versprechen.

Fazit:


Nachdem ich den Klappentext verinnerlicht hatte, wollte ich diesem Buch unbedingt eine Chance geben und wisst ihr was? Auch wenn ich kein Fan von Richard Laymon bin, den ich nicht kenne, hat mich dieses Buch begeistert! Eine dynamische, abwechslungsreiche Handlung, sympathische und eher bemitleidenswerte Protagonisten, eine gelungene Mischung aus Drama und Horror. Die Liste meiner Highlights wird immer länger und das Jahr ist noch nicht ganz vorbei! Glasklare Lese- und Kaufempfehlung für alle Fans von blutigen Buddy-Abenteuern!

Sonntag, 2. Dezember 2018

[Rezension] Amurante: Die Krankheit


Autor/in: Rico Forwerk
Genre: Horror
Seitenzahl: 588
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-3746077154
Preis: 16,99 € (Taschenbuch), 5,99 € (eBook)

Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 04.05.2018








Klappentext




Monate sind nach den Ereignissen in der Waldhütte vergangen und Kayleigh Bringstine hat es geschafft, sich so etwas wie ein normales Leben aufzubauen. Doch alle Mühen scheinen vergebens, als der Vogelmann in ihre Träume zurückkehrt.

Indes versucht die Polizei von London, eine Reihe von Vermisstenfällen aufzuklären, doch ohne Erfolg. Lediglich der Hinweis einer vorhergehenden Krankheit knüpft eine Verbindung.

So sehr sich Kayleigh auch bemüht: Das Böse scheint sie nach und nach zu infizieren ...


Was Ray dazu schreibt:


Eines fröhlichen Tages lag dieser enorme 500+ Seiten Wälzer in meinem Briefkasten. Der Autor hatte mich selbstverständlich vorab darüber informiert, dass es sich um einen zweiten Teil einer Reihe handelt und ich den ersten Teil nicht gelesen haben müsste, um alles zu verstehen.

Womit er recht hatte. Ich konnte ganz gemütlich und irgendwelche aufwendigen Vorabrecherchen in die Geschichte einsteigen. Protagonistin Kayleigh ist eine geschundene Seele und dies wurde auch wunderbar hervorgehoben. Nach den tragischen Ereignissen aus dem ersten Teil, die häufig erwähnt werden und den Leser erahnen lassen, was passiert sein muss, leidet sie unter einer Vielzahl von Problemen.

Doch das nächste Abenteuer, bei dem es um das Ende der Welt geht, steht schon vor der Tür und Kayleigh muss sich mit einer Vielzahl von undurchsichtigen Charakteren abgeben, die ebenfalls wunderbar ausgestaltet wurden. Allen voran der gruselige Vogelmann und eine mysteriöse Gruppierung.

Der Autor hat Talent, das merkt man eindeutig. Er weiß, wie man den Leser in die Geschichte hereinzieht und nicht mehr loslässt. An einigen wenigen Stellen wird dies durch langgezogene Erzählungen zwar ein wenig geschwächt und die ein oder andere ungeschickte Formulierung hat sich in den Text eingeschlichen, doch ansonsten kann man sich wirklich nicht beschweren. Die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze und die gut eingeflochtenen Plot-Twists sind ein wunderbarer Genuss für jeden Literatur-Gourmet. Die Handlung wird noch spannender und dynamischer, als sich die Erzählperspektive ändert. An dieser Stelle gibt es zwar die meisten langwierigen Stellen (wie bereits erwähnt), doch sind die ungemein wichtig für den weiteren Verlauf der Story.

Kleines Highlight war für mich das Cover. Ein einsamer Baum brennt lichterloh, während sich drum herum die Dunkelheit breit macht und aus jener Dunkelheit starren einen die eisblauen Augen an und verfolgen den Leser, sollte man das Cover offen herumliegen haben. Herrlich.

Fazit:


Ich muss zugeben, dass ich zuerst die auf Amazon befindenden Rezensionen zum ersten Teil gelesen habe und nachdem auch einige 1'Sternler und 2'Sternler das Buch fast in der Luft zerrissen haben, bin ich vorsichtig an die Sache rangegangen. Doch es hat mich umgehauen. Die ordentliche Mischung aus Grusel, Fantasy und Mystery, wunderbare Beschreibungen und interessante Charaktere. Kaufempfehlung? Ja!

[Rezension] Beutezeit

Autor/in: Jack Ketchum
Genre: Thriller
Seitenzahl: 288
Erhältlich: Random House
ISBN:  
978-3453675070
Preis: 8,95€ (Taschenbuch)

Erscheinungsdatum: 03. September 2007









Klappentext:


Wenn Menschen zu Bestien werden.

Drei junge Paare wollen eine Urlaubswoche in einem abgelegenen Ferienhaus an der amerikanischen Ostküste verbringen. Was sie nicht wissen: Die Gegend wird von einer Gruppe Verwahrloster heimgesucht, die unter primitivsten Bedingungen leben und Urlauber nur als Beute betrachten. Die Jagd beginnt …

Jack Ketchums brillanter Debütroman gilt schon lange als Klassiker der Horrorliteratur. Sein entlarvender Blick auf die Grundmauern unserer Gesellschaft ist ein schockierender Kommentar auf die Frage, wo Menschlichkeit und Zivilisation aufhören und die Herrschaft ungezügelter Brutalität beginnt.



Was Ray dazu schreibt:


Bevor ich mit dem Buch angefangen habe, fragte ich euch, ob ich mit diesem Buch Spaß haben werde. Eure Antworten vielen allesamt positiv aus und einige von euch waren echte Kenner dieses Genres und lobten die Werke von Mr. Ketchum in höchsten Tönen.

Nach dem kurzen Prolog dachte ich ernsthaft, dass ihr mich auf den Arm nehmen wolltet. Was folgt sind - neben gelegentlichen kurzen Spannungsspitzen, die aus dem Stalking der zukünftigen Opfer und den polizeilichen Ermittlungen herrührten - 100+ Seiten voller Teeniegeschwafel, Psychoanalysen und Liebesdrama. Auch wenn im Hintergrund das Süppchen mächtig am Kochen ist, bin ich während der ersten Hälfte öfters eingenickt, als mir lieb ist.

Die Protagonisten werden dabei tiefgründig durchleuchtet, während man ihr Innerstes kennen lernt, obwohl man schon die Befürchtung hat, dass viele von ihnen nicht mehr allzu lange am Leben bleiben werden. 

Was dann allerdings folgte, war das, wofür ich das Buch angefragt habe. Pure motherf*cking evil. Sechs Menschen im Kampf gegen eine Horde Kannibalen, die vor nichts zurückschrecken. Dieser Kampf entartet in eine Schlacht, die nicht jeder überleben wird. Es werden die gegebenen Mittel genutzt, improvisierte Waffen gebastelt, ausgeteilt, eingesteckt und ausgeweidet.

Das Ende war packend, ergreifend und auf gewisse Art und Weise traurig. 

Die Dynamik dieses Buches in der zweiten Hälfte ist heftig, man liest schnell, locker, angewidert und flockig bis zum Finale durch. Die erste Hälfte war für mich wirklich kein Highlight, auch wenn ich durchaus Verständnis dafür habe, dass eine gute Geschichte von irgendwoher aufgebaut werden muss. 

Fazit:


Ich hätte beinahe das Vertrauen in meine werte Leserschaft verloren. Nach der langatmigen ersten Hälfte, war ich jedoch Feuer und Flamme für den Rest des Buches, der mich aufs beste unterhalten hat. Kann ich aufgrund dieser Erfahrung das Buch weiterempfehlen? Jein. Wenn ihr genug Mumm habt, die erste Hälfte zu überleben, dann erwartet euch eine bluttriefende Belohnung.

[Rezension] Yrangir - Schwarzes Licht

Autor/in: Jan Viebahn
Genre: Yrangir Fantasy
Seitenzahl: 306
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-1479179091
Preis: 11,80€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 20. September 2012







Klappentext:


Eben noch als normaler Mensch im Hier und Jetzt, findet Johann sich plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt wieder und er hat sich verändert: In der Welt Yrangir ist er ein Dämon. Schon bald stellt sich seine neue Situation als noch komplizierter heraus. Das Kaiserreich ist in Gefahr. Kjulan Schwarzklinge, der Herrscher des dunklen Reiches hat einen diabolischen Plan ausgeheckt um es endgültig zu unterwerfen - und das mit Johanns Hilfe! Johann gerät zwischen die Fronten. Nun muss er den Häschern Kjulans entkommen. Doch die Menschen treten ihm mit Misstrauen gegenüber. Nur Farkar, ein Paladin des Lichtordens, steht ihm zur Seite. Aber auch dieser verfolgt seine eigenen Pläne. Johann muss es schaffen einen Ausweg zu finden, jedoch stellen sich ihm viele Gefahren entgegen. Nicht zuletzt er selbst, denn er muss erkennen, er ist sein größter Feind! Kann sich Johann dem Zwang der dunklen Mächte widersetzen? Lange Rede, kurzer Sinn: Man muss was tun.


Was Denise dazu schreibt:


Der Protagonist Johann, der als Dämon in eine andere Welt geworfen wurde, war mir von Anfang an sympathisch. Er war authentisch umgesetzt worden und man konnte gut mit ihm mitfühlen. Die Nebencharaktere waren wunderbar. Bei den meisten der auftauchenden Charaktere konnte man sich nie wirklich sicher sein, ob sie nun Freund oder Feind waren. Daher war die Handlung auch mit vielen unvorhersehbaren Wendungen versehen, die für Gänsehaut sorgten.

Ich fand es interessant, dass der Protagonist aus der realen, unseren Welt in die Fantasywelt gesogen worden ist. Der Grund hierfür ist sogar recht witzig, wenn man darüber nachdenkt. Es sind viele der typischen Fantasy-Elemente, also Orks, Elfen und Magie vorhanden und auch die Story hat man mit einer anderen Besatzung schonmal gelesen, doch hält man eine abwechslungsreiche und liebevoll geschriebene Geschichte in den Händen.

Es gibt einzelne Szenen die sehr heftig zugehen, wie die Kämpfe, die brutal beschrieben wurden. Dies verstärkt den ohnehin schon düsteren Ton der Geschichte, der dem Leser so manches Mal einen Schauer über den Rücken jagt.

Fazit:


Ein spannendes und flüssig geschriebenes Debüt des Autors, was ich jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen würde. Die Charaktere sind mit vielen Details versehen, womit sehr authentisch erscheinen. Bei diesem Buch fehlt es an nichts, viel Action und die vielen Fantasy-Elemente wurden liebevoll in diesem Buch miteinander kombiniert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen, die ebenfalls auf meinem Sub liegen.