Mittwoch, 3. April 2019

[Rezension] Die Spur des Geldes


Autor/in: Peter Beck
Verlag: Emons Verlag
Genre: Thriller
Seitenzahl: 432
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-3740804992
Preis: 14,95€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 21. März 2019









Inhaltsbeschreibung:


In einem Schacht beim Tegeler See wird ein grausam gefolterter Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, folgt der Spur des Geldes und hört sich in den Wasserwerkenvon London, München und Zürich um. Der Fall führt ihn bis ins russische Krasnodar und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Was Ray dazu schreibt:


Vorweg: Man kann dieses Buch ohne jedwede Bedenken lesen, auch wenn man die ersten beiden Teile aus der Reihe um Tom Winter nicht kennt.

Als Quereinsteiger fand ich mich direkt gut zurecht. Ich bekam den Protagonisten und sein Team vorgestellt, die Haupthandlung begann direkt mit den ersten Seiten und Rückblicke in das Leben es Antagonisten zementierten seinen Standpunkt und zeichneten ein allzu klares, bedrohliches Bild ab - gerade in Verbindung mit der grundlegenden Thematik des Thrillers, der Bedrohung unseres Trinkwassers. Die weitläufigen Verstrickungen der dubiosen Machenschaften sind authentisch in Szene gesetzt worden und lösten in mir ein beklemmendes Gefühl aus.

Die Handlung an sich ist eine gelungene Mischung aus Ermittlungsarbeit sowie actionreichen Sequenzen, die nicht immer glimpflich für den Protagonisten ausgehen. Er mag zwar als "Schweizer James Bond" betitelt worden sein, aber er ist kein unaufhaltbarer Draufgänger, dem niemand das Wasser reichen kann. Tom Winter ist ein durch und durch rationaler Mensch, der in Krisensituationen einen kühlen Kopf bewahrt und trotz allem zu einer gewissen Impulsivität neigt. Er ist mir auf eine spezielle Art sympathisch, da auch er so seine Angewohnheiten und Macken hat, von denen ihr euch selbst überzeugen solltet. Doch auch die Nebenfiguren wurden mit der notwendigen Authentizität ausgestaltet, um mit ihnen eine Verbindung aufbauen zu können. 

Vom Stil her fand ich das Buch angenehm zu lesen. Der Autor schreibt in einer sehr ausschweifenden, beschreibenden Art, listet viele kleine Details auf, die die Geschwindigkeit der Handlung ein wenig drosseln, wobei mich die Detailverliebtheit positiv berührte. Für die einen mag es zu langatmig sein stellenweise, doch für mich war es genau richtig. Der Fokus ist auch nicht auf brachiale, halsbrecherische Action gelegt, sondern mehr auf die Einblicke in die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des verbrecherischen Treibens.

Fazit:


Die Spur des Geldes ist ein harter, genialer, zeitnaher und ausgefeilter Thriller, den jeder Genre-Fan einmal gelesen haben sollte. Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht gnadenlose, mitreißende Spannung und eine dichte Atmosphäre, die nie nachlässt. Ich kann, werde und will für dieses Buch eine klare Empfehlung aussprechen. 

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