Mittwoch, 13. März 2019

[Rezension] Zessalonn: Die Legenden der Samerier Teil 1


Autor/in: Nina Döllerer
Verlag: /
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 489
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-3000499630
Preis: 11,90€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 01. August 2015









Inhaltsbeschreibung:


Viele Jahre lang hat der neunzehnjährige Nareth unter der Grausamkeit seines Vaters gelitten. Als er den Mut aufbringt zu fliehen, reist er in die Goldene Stadt – Zessalonn. In den Reihen der Soldaten kann er endlich das Leben führen, das er sich immer erträumt hat. Währenddessen rüstet Artharion – der Herrscher des Nordreiches – zum Angriff auf die Goldene Stadt. Als sich herausstellt, dass Nareth das Erbe eines alten Volkes in sich trägt, muss er ein Schicksal annehmen, das ihn auf eine harte Probe stellt. Bald führt er nicht nur einen Kampf gegen die Nordländer, sondern auch gegen sich selbst. Dann bricht Nareths Vergangenheit über ihn herein und alles woran er geglaubt hat gerät aus den Fugen.

Was Ray dazu schreibt:


Bezüglich der Handlung steht genug in der Inhaltsbeschreibung / in dem Klappentext. Daher werde ich mich nun vollständig auf die Gestaltung des Inhalts beziehen. Die Geschichte an sich ist nachvollziehbar, enthält zum Ende hin kleinere Logikfehler und ist ansonsten ziemlich gradlinig. 

Die bereits erwähnten Fehler in der Logik sind nicht so gravierend, dass man das Buch aus den Händen legen will / muss. Trotzdem fallen sie dem aufmerksamen Leser auf, sodass man kurzzeitig aus dem sonst angenehmen Lesefluss gerissen wird. Ansonsten bleibt mir nur noch eine Sache zu kritisieren: an wenigen Stellen wurden Begriffe verwendet, die in einem mittelalterlichen Fantasysetting fremd wirken. Vielleicht bin ich auch hier einfach nur ... pedantisch. Der Schreibstil war angenehm einfach zu lesen und erforderte nicht überragend viel Aufmerksamkeit vom Leser. 

Man begleitet den Protagonisten durch verschiedene Etappen des Soldatenseins, vom einfachen Rekruten bis hin zum erprobten Soldaten. Die Handlung fokussiert sich zunächst auf die Entwicklung Nareths, seine Reaktionen auf die Ereignisse um ihn herum und die Lehren, die er aus den neuen Erkenntnissen zieht. Lobenswert ist an dieser Stelle die stets präsente Charakterbildung, die auch bei den Nebenfiguren hin und wieder durchscheint. Gerade Nareth durchlebt einige traumatisierende Momente, die ohne Vorwarnung über ihn und den Leser - der zu den Zeitpunkten bereits eine Bindung zu diesem munteren Recken aufgebaut hat - hereinbrechen und auch nicht nach den nächsten fünf Seiten abgefrühstückt sind. Langeweile kam bei den ca. 480+ Seiten nicht auf, auch wenn im mittleren Teil die Spannung ein wenig nachließ. 

Dicke Pluspunkte gibt es für das Ende. Ich verrate euch nicht wieso, doch in meinen Augen hat die Autorin vieles richtig gemacht. Weitere Pluspunkte gab es für ... die besondere "Verwandlung" einer Nebenfigur. Diese Begebenheit hat mich irgendwie ... zum Schmunzeln gebracht, auch wenn absolut kein Grund dazu bestand. 

Fazit:


Es ist kein Tolkien, Martin oder Abercrombie, aber das muss es auch nicht sein. Zessalonn hat seinen ganz eigenen Charme und hat beim Lesen Spaß gemacht. Nareth ist ein interessanter Protagonist, der eine beeindruckende Entwicklung hingelegt hat. Genau für solche Momente lese ich! Daher kann ich euch Zessalonn ohne schlechtes Gewissen ans Herz legen. 

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