Freitag, 15. März 2019

[Rezension] Yamamachi - Das Geheimnis der Senshi


Autor/in: Anna S. Ullmann
Verlag: /
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 443
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-3000621086
Preis: 12,95€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2019









Inhaltsbeschreibung:


Der Beginn eines Abenteuers voller Geheimnisse ...Als Nicolas eines Nachts das scheinbar so gewöhnliche Mädchen Soe gegen ein paar dubiose Gestalten kämpfen sieht, ahnt er noch nicht, dass er seine restlichen Semesterferien in der geheimen Stadt Yamamachi in Japan verbringen wird. Dorthin verschleppt ihn Soe, weil er sie gesehen hat – sie ist eine Nachfahrin der Senshi, gemeinhin bekannt als Ninjas, deren Existenz der Welt verborgen bleiben muss. Und schon bald merkt Nicolas, dass Soes doppelte Identität nicht ihr einziges Geheimnis ist …

"Yamamachi - Das Geheimnis der Senshi" ist der Auftakt zu der dreiteiligen Reihe "Yamamachi".

Was Ray dazu schreibt:


Was gibt es cooleres als Ninjas mit Superkräften? Kaum etwas. So oder so ähnlich war mein Gedankengang, als mir dieses Buch zur Rezension angeboten worden ist. 

Die ersten 60 % (Rezensionsexemplar war ein eBook, daher keine genauen Seitenangaben möglich, Anm. d. Red.) drehten sich um die Einleitung der beiden Protagonisten, ihre Geplänkel miteinander und das Kennenlernen der Welt. An sich keine schlechte Idee, jedoch wird man mit so vielen Story-Fragmenten gefüttert, dass man sich irgendwann fragt, wann die "richtige" Handlung denn endlich losgehen mag. 

Tatsächlich bekam ich mit den letzten 40 % die Antwort auf eben jene Frage. Endlich wurde ein Handlungsstrang aufgegriffen und mit eiserner Härte - und ziemlich vielen Verschnaufspausen seitens der Protagonisten - verfolgt. 

Positiv fiel mir die Wandlung der Charaktere auf, es bleibt emotional kein Stein auf dem anderen, und auch die geleistete Recherche gilt es zu würdigen. Der Schreibstil war relativ einfach und lehnte sich eher ins Umgangssprachliche. Da die Geschichte aus der Sicht zweier Jugendlicher erzählt wurde, passt das dann auch irgendwie. 

Ansonsten gibt es einiges zu kritisieren. Es wird ziemlich häufig genuschelt, Todesblicke ausgetauscht und auch die Kinnladen schienen an so einigen Stellen nicht zu funktionieren.  Generell wiederholten sich einige Elemente und zwar in einer Größenordnung, dass es mir als Leser auffiel. Eine handvoll Rechtschreibfehler versteckten sich in der Handlung. Diverse Passagen, die ganz klar der Auflockerung dienten, wurden mit zu vielen Informationen ausgeschmückt. Während Google Maps in der geheimen japanischen Stadt nicht funktioniert, kann man Spaß mit Netflix und Videospielkonsolen der neuesten Generation haben. Meinem Empfinden nach, war der angestrebte Aufbau der handlungseigenen Welt nicht in sich schlüssig - einerseits vollkommen abgeschottet von der Außenwelt, andererseits gibt es zu viele Einflüsse aus dieser. 

Fazit:


Wie schon in der Inhaltsbeschreibung angegeben, ist "Das Geheimnis der Senshi" nicht nur der Debütroman der jungen Autorin, sondern auch der erste Teil einer Trilogie - und das merkt man als Leser. Mit Ausnahme der rar platzierten Spannungsspitzen, plätscherte mehr als die erste Hälfte des Buches sanft an mir vorbei. Die zweite Hälfte folgt mehr oder weniger konsequent einer richtigen Handlung und das klischeebeladene Ende liefert den erwarteten Cliffhanger. Ein relativ solider Anfang, dem ich jedoch nicht so viel abgewinnen konnte, wie erhofft. 

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