Sonntag, 5. Januar 2020

[Rezension] Das Weinen der Kinder


Autor/in: Arne M. Boehler
Verlag: epubli
Genre: Thriller
Seitenzahl: 352
Erhältlich: Amazon

ISBN: 978-3748555292
Preis: 12,99€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2019




Klappentext:


Die Kunstexpertin Anke Neuhaus hat eigentlich genug Probleme: eine heftig pubertierende Tochter, einen Exmann, der ihr Knüppel zwischen die Beine schmeißt, und einen wehleidigen, ausbeuterischen Boss. Für den soll die überzeugte Großstadtbewohnerin mitten ins Nirgendwo ziehen, um sein Museum für moderne Kunst vor dem Ruin zu retten.
Um Anke zu helfen, bietet der bekannte Maler Niels Sörensen ihr Bilder zum Verkauf an, deren Herkunft er selbst nicht genau zu kennen scheint.
Als Anke die Porträts von weinenden Kindern tatsächlich ausstellt, beginnt der schlimmste Albtraum ihres Lebens: Offenbar hat jemand etwas gegen die Gemälde, und dieser Jemand schreckt selbst vor dem Äußersten nicht zurück. Mord.

Was Ray dazu schreibt:


Ein Thriller über Kunst, Okkultismus und die verknüpften Schicksale der Handlungsreisenden. Während der Klappentext noch ein klein wenig Humor versprüht, ist davon in der eigentlichen Geschichte wenig vorhanden. Der Aufbau und das Erzähltempo der Geschichte sind dem Autoren, der mit "Das Weinen der Kinder" sein Debüt feierte, sichtlich gelungen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, die von einer Spannungsspitze eingeläutet wird, und dem Aufbau des Settings, geht es mit dem eigentlich Thriller los, der trotz vieler verstrickter Handlungsstränge stets logisch und durchschaubar blieb. 

Gerade bei den Figuren merkt der Leser, wie sehr sich der Autor ins Zeug gelegt hat. Es bildet sich ein feines und doch dichtes Netz an Verknüpfungen untereinander, ihre Leiden und Probleme wirken real und nicht aufgesetzt, wie es in vielen anderen Thrillern der Fall ist. Sie könnten deine Nachbarn, Freunde oder Verwandte sein. Selbst der Schreibstil ist den handelnden Figuren angepasst, sodass man mit Sicherheit das Gefühl dafür bekommt, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Fazit:


Es gibt nur ein Debüt, eine Chance, den eigenen Namen in den Köpfen der Leser zu verankern und sie auf neues Material entgegenfiebern zu lassen. Um mich kurz zu halten: dies ist dem Autoren gelungen. Ein spannendes und eher ungewöhnliches Setting, realitätsnahe Figuren und eine nicht abnehmende Spannung. Wird Thriller-Freunden von mir ans Herz gelegt.

Keine Kommentare:

Kommentar posten