Montag, 13. Januar 2020

[Rezension] Blutläufer (1): Grausame Ernte


Autor/in: Stefan Burban
Verlag: Atlantis Verlag
Genre: Science Fiction
Seitenzahl: 376
Erhältlich: Amazon

ISBN: 978-3864026812
Preis: 13,90€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 30. November 2019

Klappentext:


Im Jahr 2031 wird die Erde Opfer einer Invasion des Rod'Or-Imperiums und ihrer Söldner, der Ashrak. Der Krieg gegen die außerirdischen Eindringlinge dauert nicht einmal zehn Monate, bevor sämtliche Armeen der Menschheit mit ihren hochtechnisierten Waffenarsenalen unterliegen und die Städte der Erde in Schutt und Asche gelegt werden. 

Im Verlauf der nächsten Jahre landen immer wieder in unregelmäßigen Abständen Ashrakschiffe und verschleppen eine große Anzahl Menschen ins All. Gareth Finch wächst in den Ruinen von London auf. Seine Freundin Heather und er halten sich mit kleineren Diebstählen über Wasser und machen alles, um zu überleben. 

Nach einem missglückten Raubzug, werden die beiden jedoch von den Ashrak aufgegriffen, verschleppt und ohne Mitleid voneinander getrennt. Genetisch und chirurgisch optimiert, umfangreich ausgebildet sowie mit einem Loyalitätsimplantat versehen, dient Gareth fortan als Soldat unter fremden Meistern. 

Seine Welt besteht nur noch aus blutigen Schlachten, die er hilft im Namen seiner neuen Herren zu gewinnen und ihre zahlreichen Feinde niederzuwerfen. Doch plötzlich versagt Gareths Loyalitätsimplantat – und der hochgerüstete Elitesoldat sinnt auf Rache …

Was Ray dazu schreibt:


Früher stellte ich mir Außerirdische immer als kleine graue Männchen vor, die mir nur zu gerne etwas in den Hintern schieben würden. Film und Fernsehen haben uns genug Stoff für Alpträume beschert, von den Xenomorphs bis hin zu den Viechern aus Cloverfield. Also, wer macht die Menschen diesmal fertig? Eine kriegerische Rasse von humanoiden Killerkarpfen, die eigentlich auch nur wie Marionetten von einer noch viel größeren Bedrohung kontrolliert werden. 

Doch auch interstellare Intrigen, die von pazifistischen Krebsäffchen ausgeklügelt werden, können sich auf ein ganzes Imperium auswirken. Protagonist Gareth, der zu einer menschlichen Superwaffe alá Universal Soldier umfunktioniert wird, beteiligt sich mehr oder weniger unfreiwillig an der Handlung. 

Auf den 400+ Seiten wird ordentlich geballert was das Impulsgewehr hergibt und auch die vom Autoren bekannten Echtzeitgefechte und Beschreibungen der diversen außerirdischen Rassen, Waffen und Fahrzeuge finden sich im diesem Buch wieder. Auch wenn die Handlung aus jeder Menge schießwütiger Action und massenhaft Toden besteht, wird der Leser mit emotionalen Tiefgängen konfrontiert. Feinde werden zu Freunden, Verluste müssen verarbeitet werden und der ein oder andere Plot-Twist stößt den Leser vor neue Tatsachen. Die vom Autoren abgelieferte Mischung sorgt für einen abwechslungsreichen Lesespaß, der den Leser von den ersten Seiten an ans Buch bindet. Was mir leicht säuerlich aufgestoßen ist, sind einige ... klärungsbedürftige Textstellen. Dies rangiert von der Anzahl extrem wichtiger Käferlarven, Mengenverhältnissen bis hin zu Zeitsprüngen, in denen alles gut geht. Daher Abzüge in der B-Note.

Fazit:


Viele Davids gegen viele Goliaths, die Erde nur noch als Erntestation für unsere neuen fischgesichtigen Overlords, kein Happy End und gleichermaßen Spionage-Thriller wie Science-Fiction-Kracher. Ein gelungener Beginn mit viel Spielraum für noch größere Geschütze in einer weiteren brachialen Reihe, die einiges an Potential zu bieten hat.

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