Sonntag, 28. Oktober 2018

[Rezension] Götterfrost

Autor/in: Julian Kappler
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 276
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-1980822493
Preis: 8,55€ (Taschenbuch)

Erscheinungsdatum: 01.06.2018


! ! ! S P O I L E R W A R N U N G ! ! !







Klappentext:


Im dritten und vorletzten Teil der High-Fantasy-Reihe »Die Steine der Götter« warten gefährliche neue Herausforderungen auf den Krieger Gero und seine tapferen Gefährten.

Für eine Expedition ins Ewige Eis wird eine Gruppe von zwölf Männern und Frauen zusammengestellt, um den Stein der Ysdariah zu bergen. Neben Gero, Esme, Derio und dem frischgebackenen Surlaksgeweihten Valentin befindet sich allerdings auch ein Verräter in der Runde, so dass nicht alle lebend zurückkehren. 

Der Konflikt zwischen den Dienern des dunklen Gottes S‘zaroz und dem Kaiserreich entwickelt sich mehr und mehr Richtung Krieg. Gleichzeitig wird es hoch im Norden zur unvermeidlichen Konfrontation zwischen den Gefährten und dem geheimen Rat der Grauen kommen. Alle Parteien wollen den entscheidenden Stein der Götter in ihren Besitz bringen.

Was Ray dazu schreibt:


Die Geschichte fängt genau dort an, wo sie im ersten Teil aufgehört hat. Damit ihr nach einer längeren Pause aber nicht auf verlorenem Posten steht, hat der Autor eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse für euch zu Papier gebracht. Diesen Satz konntet ihr gestern auch schon lesen, aber was passt, das passt.

Fast die gesamte Handlung dreht sich um die Expedition in den Norden. Die Mischung der auftretenden Charaktere ist gut gelungen und bringen die ganze Reise über Abwechslung mit ins Geschehen. Die Anhänger verschiedener Kirchen haben selbstverständlich verschiedene Ansichtsweisen, was zu interessanten Gesprächen und Konfrontationen führt. Die Grauen - eine Organisation, die sich dem Gleichgewicht der Welt verschrieben hat, greifen nunmehr aktiv ins Geschehen ein. Im Hintergrund werden an verschiedenen Schauplätzen zweitrangige Handlungsstränge vorangetrieben. Auch wenn ziemlich viel auf einmal passiert, behält man als Leser doch den Überblick. 

Der dritte Teil wirkt in Vergleich zu den ersten beiden düsterer. Die Helden werden von allen Seiten bedroht, die Reichweite und Macht der Gegenspieler wirken grenzenlos. Die zu meisternden Herausforderungen verlangen immer mehr Opfer, die Naturgewalten zehren an den ohnehin schon knappen Kräften. Trotzdem hält der Autor daran fest, mit gekonnt platziertem Humor die Situation aufzulockern.

Am Schreibstil gibt es wieder nichts auszusetzen. Es ist genau so flüssig lesbar und detailreich wie in den Vorgängern. An einigen Stellen werden die Zweifel, Ängste und Emotionen der Gruppe wirklich gut dargestellt und nach drei Teilen sollte man auf jeden Fall eine Bindung zu den Protagonisten aufgebaut haben. Insgesamt wirken die Charaktere - allen voran Derio, Gero, Valentin und Esme - emotionaler. Es gibt sogar ganz kleine Beziehungsstränge, die vermutlich im Finale aufgelöst werden. 

Einziger, kleiner Kritikpunkt: Im Vergleich zum gesamten Aufbau, ging das Ende ziemlich schnell über die Bühne. 


Fazit:


Trotz Minikritik hatte ich durchaus meinen Spaß mit dem vorletzten Teil der Reihe. Die Handlung behält ihre Spannung und ihren Humor bei, legt an Düsterheit jede Menge zu und lässt auf ein furioses Finale hoffen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was der Autor für seinen letzten Teil aus dem Ärmel zaubert. Klare Leseempfehlung, wie auch schon bei den ersten beiden Teilen. 

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