Montag, 6. August 2018

A Head Full of Ghosts - Ein Exorzismus



Autor/in: Paul Tremblay
Genre: Festa Must Read
ISBN: 978-3-86552-659-5
Seitenzahl: 400
ErhältlichFesta Verlag 

Preis: 19,99€ (Gebundenes Buch)
Verlag: Festa Verlag 
Deutsche Erstausgabe: 26. Juni 2018 









Klappentext:


Ein Meisterwerk des psychologischen Schreckens.

A Head Full of Ghosts schildert auf mehreren Zeit- und Personenebenen die Erlebnisse der 14-jährigen Marjorie. Als sie Anzeichen einer Geisteskrankheit zeigt, gipfelt die Hilflosigkeit ihrer Familie und der Ärzte in einem Exorzismus, der als Show live im TV ausgeschlachtet wird. Jahre später gibt Merry, die jüngere Schwester von Marjorie, ein Interview und spricht über die tragischen und unheimlichen Geschehnisse, die seither zur urbanen Legende wurden.


Was Denise dazu schreibt:


Die ganzen unheimlichen Geschehnisse um die vierzehnjährige Marjorie herum werden aus der Sicht ihrer kleinen Schwester Merry geschildert. 

Nach 16 Jahren voller mysteriöser Ereignisse und gespenstischen Momenten, wird Merry interviewt und erzählt, aus ihrer achtjährigen Sicht wie sich ihre Schwester Marjorie immer mehr veränderte. Ihre Eltern brachten sie zum Psychiater, aber als es nur noch schlimmer wurde, blieb nur noch der Verdacht, dass sie von einem Dämon besessen ist. Als auch noch eine Fernsehserie über das Schicksal der Familie gedreht werden soll, ... 

Insgesamt wurde aus drei Sichten geschrieben. Einmal aus der Sicht der achtjährigen Merry, die die Erlebnisse hautnah miterlebt, und aus ihrer Sicht nach 16 Jahren, beim Interview. Kapitel in Form von Blogeinträgen (mit gänzlich anderer Aufmachung, dafür gibt es definitiv Pluspunkte) geben einen Einblick über die Fernsehserie, Vergleiche zu bekannten Horrorfilmen werden gezogen. Kleines Manko: Die Blogeinträge wirken teilweise wirr und chaotisch, bringen also viel mehr Dynamik in das Geschehen ein, als diesem Buch wirklich gut getan hätte. 

Der Schreibstil ist (bis auf die Blogeinträge) angenehm zu lesen und führt den Leser angenehm in die Handlung ein und ist kraftvoll genug, um den Leser an das Buch zu fesseln. Die Spannung fällt manchmal ab, wenn das Interview unterbrochen worden ist oder die Blogeinträge in Erscheinung treten. 

Fazit:


Das Buch hat sich seinen Platz in der "Must Read"-Sektion vom Festa Verlag redlich verdient. Die Handlung wurde gut durchdacht und sehr gut umgesetzt. Zwar sind die Blogeinträge etwas "too much", aber dennoch bleibt es spannend und lesenswert.

Sonntag, 5. August 2018

Wir blicken zurück: Juli 2018


Ich blicke nicht gerne auf den Juli diesen Jahres zurück. Klar, ich habe jede Menge tolle Bücher gelesen, mein erstes Album reviewed, ein spitzen Interview geführt und jede Menge Eis mit meiner Freundin geschleckt... Diese Temperaturen allerdings, puh. Die können mir echt gestohlen bleiben. Glaubt mir, ich bin keiner von diesen Leuten, die sich dann über einen kalten Winter beschweren. Die liebe ich nämlich! Also dann, Ladies and Gentlemen, auf ins Getümmel!


Die Top 3 der Posts im Juli 2018:






Interviews scheinen wohl immer sehr gut anzukommen, stelle ich hiermit fest. Was meint ihr, weswegen wir gestern ein neues hochgeladen und es mit einem Gewinnspiel verbunden haben! Die beiden Rezensionen - eine von Denise und die andere von mir (Ray) - haben sich auch nicht schlecht geschlagen.


Einige der gelesenen Bücher im Juli 2018 feat. Gizmo:



Das persönliche Highlight von Denise: UNTERWELTPAKT von Sarah L. Waldherr
Das persönliche Highlight von Ray: Shadow Park (2) von K. M. Parker

Des Weiteren möchte ich mich bei euch bedanken. Ihr seid der Grund, warum wir diesen Blog hier betreiben. Wir möchten euch neue Bücher (und manchmal auch CDs) vorstellen, eure Freude am Lesen aufrechterhalten und euch eine kleine ruhige Ecke in diesem Chaos bieten, das wir Leben nennen. Doch manchmal ist es echt schwierig, zwischen Arbeit, Familie und sonstigen Terminen die Motivation zu behalten. Es gab ein Wochenende, da waren wir ziemlich niedergeschlagen. Wir hatten eine Rezension hochgeladen und es gab kaum eine Reaktion, und wir wollten auch sowas wie einen Werbetag einführen, es gab kaum eine Reaktion. 

Dann ... Dann kam das:


Und ... Das kam mir noch mal in den Sinn:



Das hat mich ordentlich aufgemuntert. So... WHAMS! Dann, wenn ihr euch erinnern könnt, habe ich ein Album reviewed. Als Dankeschön hierfür - sowie für einen kleinen dezenten Shoutout - trudelte das per Post ein:


Ich nur soooo ... neben all den Stickern und so, die da noch im Päckchen waren, die für Fans bestimmt sind, .... YEEEEEEHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAW!!!

So. Genug von uns.

Bis zum nächsten Rückblick!

Ray

Samstag, 4. August 2018

Interview Nr. 3 - K. M. Parker


Wir bei Libramorum freuen uns, euch eine begabte Autorin vorstellen zu dürfen: K. M. Parker. Mit ihrem Erstlingswerk Shadow Park hat sie mich vollauf begeistert und die Fortsetzung ist sogar noch besser. Deswegen wollte ich sie unbedingt interviewen! Hat geklappt! Ray wird euch jetzt durch dieses Interview führen. 


BONUSRUNDE: Es gibt ein Gewinnspiel! Gewinnt ein signiertes Exemplar von Shadow Park! Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr hier irgendwo im Text oder auf unserer Facebook Seite! Ha!







Ray:
Also! Mit wem haben es unsere Leser und Leserinnen zu tun? Erzähl ein wenig über dich selbst! 

Kira:
Hallo Ray, freut mich, dass ich dir ein paar Fragen beantworten darf. Ich bin Kira, 28 Jahre alt und wohne im schönen Oldenburg. Meine Freizeit verbringe ich damit, Geschichten zu schreiben und zu lesen. Abgesehen davon, möchten meine beiden Katzen natürlich auch ihre Kraul- und Spieleinheiten haben. Ich habe eine Ausbildung zur Konditorin gemacht, da ich eine Schwäche für Süßigkeiten habe und selber gern backe. 

Ray:
Was hat dich überhaupt auf die Idee gebracht ein Buch zu schreiben und so ein geniales Fantasy-Setting auszudenken? Wer oder was war / ist deine größte Inspiration? 

Kira:
Ich habe vor Jahren angefangen, Gedichte zu schreiben. Darauf folgten Kurzgeschichten, zu denen auch Shadow Park eigentlich gehörte. Am Ende kamen aber so viele Ideen dazu, dass aus einer Kurzgeschichte sogar eine Trilogie werden konnte. Ich habe nicht aktiv daran gedacht, dass ich ein Buch schreiben möchte, es hat sich glücklicherweise so ergeben. Inspiration finde ich immer wieder in der Musik. Ich bin ein Fan der Coversongs von Leo Moracchioli und höre sie meistens, während ich Geschichten schreibe. 

Meow. Verdienen definitiv Kraul- und Spieleinheiten.

Ray:
Wie viel steckt von dir selbst in den Charakteren? Hast du eine Lieblingsfigur? 

Kira:
Eine Lieblingsfigur zu nennen, ist natürlich nicht so einfach. Ich hab sie alle gern, sowohl die guten als auch die bösen. Aber besonders mag ich Ink, Veigur, Tonja und Abel. Ich glaube, ich habe einige Charaktereigenschaften an meine lieben Figuren verteilt, an denen ich mir gern ein Beispiel nehmen möchte. Zum Beispiel Tonjas Durchhaltevermögen oder Inks Coolness. Auf den ersten Blick kann ich mich am ehesten mit Abel identifizieren, da ich selbst ein ruhiger und zurückhaltender Mensch bin. 

Ray:
Wenn du neben jemanden stehen würdest, der dein Buch in der Hand hält und sich nicht sicher ist, ob er es kaufen sollte … Was wäre dein überzeugendstes Argument, um den Leser zu überzeugen? 

Kira:
Shadow Park wird dich überraschen. 

Ray:
Was können wir vom Finale erwarten? 

Kira:
Ich kann natürlich noch nicht so viel verraten. Nur so viel: Ich liebe es, meinen Charakteren Steine in den Weg zu legen. Außerdem freue ich mich darauf, euch die Welt der Banngeister zu zeigen. 

Finaaaaale! Ray kann es kaum noch abwarten!


Ray:
Wirst du nach dem Abschluss der Trilogie eine neue Welt auf die Beine bringen, gibt es Spin-Offs oder machst du dann als Autorin eine Pause und widmest dich anderen Dingen? 

Kira:
Ein Spin-Off kann ich mir sehr gut vorstellen. Vor allem für Ink, den Bannmeister, hätte ich so einige schöne Ideen. Allerdings möchte ich nach Vollendung der Trilogie erstmal andere Geschichten erzählen. Neue Welten, neue Charaktere, darauf freue ich mich schon. Ich habe Ideen für einen Vampir-Roman. Eine Autorenpause wird es für mich also nicht geben. 

Ray:
Wenn du die Möglichkeit hättest, mit einem Autor /einer Autorin deiner Wahl zusammen zu arbeiten, wer wäre es und wieso? 

Kira:
Da fallen mir auf Anhieb zwei Namen ein. Cea Oskholm und Benjamin Spang. Ich habe Bücher von beiden gelesen und war begeistert. Herr Spang beweist zudem immer wieder auf seiner Facebook-Seite, dass er Humor hat. 

Das Buch rechts kommt Ray mächtig bekannt vor...


Ray:
Die Frage kennen unsere Leser schon, aber es ist immer wieder interessant. Wo siehst du dich in den nächsten 10 Jahren? 

Kira:
Ich sehe mich mit meinem Notebook auf dem Schoß neue Romane schreiben, natürlich mit meinen beiden Katzen um mich herum. Die beste Vorstellung überhaupt. Alles, was ich mir für die Zukunft wünsche, ist weiterhin schreiben zu können. 

Ray:
An dieser Stelle bedanke ich mich dafür, dass du dir für uns die Zeit genommen hast und wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben! Hast du noch abschließende Worte? Einen Lieblingsspruch? 

Kira:
Danke für das Interview, Ray. 

Mein Lieblingsspruch: Es ist besser, unvollkommen zu beginnen, als perfekt zu zögern. 

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Was?...

Ach... Das Gewinnspiel?...

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Montag, 30. Juli 2018

Was Alice wusste


Autor/in: T.A. Cotterell
Genre: Psychothriller
ISBN978-3-442-20557-8
Seitenzahl: 320
ErhältlichRandom House

Preis: 15 € (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann
Deutsche Erstausgabe: 16. Juli 2018







Klappentext:


Die erfolgreiche Malerin Alice Sheahan lebt mit ihrem Mann Ed, einem angesehenen Arzt, in Bristol. Sie ist stolz auf das nahezu perfekte Leben, das sie führen, bis ihre Welt auseinanderbricht: Ed gerät nach einer durchzechten Nacht in den Verdacht, eine junge Frau ermordet zu haben. Doch obwohl Alice ein blaues Seidenhalsband in seiner Jacketttasche entdeckt, beteuert Ed seine Unschuld. Dann taucht plötzlich Marianne auf, eine ehemalige Freundin von Alice, zu der sie keinen Kontakt mehr hatte. Sie zeigt Alice ein Foto, das Eds Version der Mordnacht als Unwahrheit entlarvt. Und Alice wird zerrissen in einem gefährlichen psychologischen Spiel, das sie schließlich einen fatalen Fehler begehen lässt …

Was Denise dazu schreibt:



Das Buch hat mehr Fragen aufgetischt, als beantwortet. 

Alice erfährt schon am Anfang vom Betrug ihres Ehemannes, Ed, und dass die andere Frau gestorben ist. In der ganzen Handlung wird nur beschrieben, wie Alice sich damit auseinandersetzt, wie sie damit klar kommt (ob überhaupt) und welche Gedanken ihr durch den Kopf schwirren.

Im Klappentext steht eigentlich die ganze Handlung drin. Wirklich viel ist leider nicht passiert. Wenn man mal dachte, dass der Spannungsbogen hoch geht, ist er doch ziemlich schnell wieder gefallen. 

Nicht mal als Psychothriller kann man es sehen, da es sich eher wie ein Familiendrama liest und jegliche Spannung und überraschenden Wendungen, die sonst in diesem Genre üblich sind, fehlen komplett. Ein wenig Psycho, aber kein Thriller.

Es gab leider viele sinnlose und verwirrende Aspekte. Auch in die Charaktere konnte man sich nicht hineinversetzen, obwohl die Protagonistin in der Ich-Perspektive erzählt. Ihre abwechselnden Denkweisen verwerfen jegliche Sympathie oder Antipathien, die man sich bisher bilden konnte. 

Das Ende war das sinnverwirrendste in meinem bisherigen Leseleben, kommt zwar echt unerwartet, wirkt allerdings ein wenig ... lückenhaft, nicht zu Ende gedacht!



Fazit:


Leider kein Lesevergnügen... Spannung fehlt, verwirrende und nicht nachvollziehbare Geschehnisse und Gedankengänge der Protagonistin und keine Charaktere mit denen man eine Beziehung aufbauen konnte / könnte. 

Freitag, 27. Juli 2018

F*ck you, Hope


Autor/in: Daniela Hartig
Genre: New Adult
ISBN: 978-3-7460-1239-1
Seitenzahl: 452
Erhältlich: Thalia

Preis: 12,90 € (Taschenbuch)
Verlag: Books on Demand
Deutsche Erstausgabe: 01.06.2018









Klappentext:




Die wahre Liebe übersteht alles. Aber kann sie auch alles verzeihen?


Floyd war so glücklich wie nie zuvor in seinem Leben. Storm war seine Traumfrau und er liebte sie – bedingungslos. Sie zeigte ihm, was wahre Liebe bedeutet. Alles war perfekt. Doch dann kam dieser eine Moment, der mit einem Schlag alles Glück zerstörte. Und mit dem keiner von beiden gerechnet hatte. Wohin mit all der Liebe, wenn etwas Schreckliches sie in Schutt und Asche legt? Können Herzen Schmerzen überstehen, ohne zu zerbrechen? Kannst du den Menschen vergessen, den du über alles liebst? Und was passiert, wenn man sich nach vielen Jahren plötzlich wieder gegenüber steht?

Was Ray dazu schreibt:

S P O I L E R W A R N U N G ! ! !

Floyd und Storm, Runde 2. Nach dem knallenden Finale geht es sechs Jahre später weiter. Floyd studiert, wohnt nicht mehr bei seinen Eltern und hilft nebenbei im Jugendzentrum als Schwimmlehrer aus. Er trägt mittlerweile eine Brille, eine riesige Narbe ziert sein Gesicht und zu Storm hat er keinen Kontakt mehr.

Der Anfang des zweiten Teils hat mich um ehrlich zu sein verwirrt, denn nach dem Ende des Vorgängers hatte ich einen deutlich anderen Anfang erwartet. Doch im Laufe der Geschichte werden die fehlenden Puzzleteile ohne größere Lücken zusammengeführt, während das Beziehungsdrama erneut seinen Lauf nimmt. 

Doch es geht nicht nur um Floyd und Storm, es geht diesmal um so viel mehr. 

Es werden Wahrheiten aufgedeckt, Unklarheiten vom Tisch geräumt und es wird um die Zusammenführung einer Familie gekämpft. Doch kann das überhaupt klappen, wenn einer möglicherweise glücklichen Zukunft so viele Steine in den Weg gelegt werden, wenn die Voraussetzungen alles andere als vorteilhaft sind? 

Diese Geschichte auf macht auf brutale, aber effiziente Art und Weise deutlich, dass man nicht alles im Schwarz / Weiß sehen sollte. Wichtige Details aus den vorhergegangenen Jahren werden mit kleineren Kapiteln nachgereicht und zum ersten Mal erleben wir die Geschichte auch aus Storm's Perspektive, tauchen in ihre Gefühlswelt ein, bekommen aus erster Hand mit, wie kaputt sie wirklich ist. 

Ich habe meinen eBook-Reader nicht aus der Hand legen können. Der Konflikt zwischen den beiden wird noch heftiger und schonungsloser als im ersten Teil und Brücken werden gebaut und gleichzeitig eingerissen, wir lernen neue Facetten an beiden Protagonisten und bereits bekannten Charakteren kennen, wobei auch ein frischer Satz neuer Figuren aufs Spielfeld der Gefühle gebracht werden. Die Gefühle fahren Achterbahn, man hofft, fiebert und fühlt mit. Manchmal muss man lachen, die Autorin hat echt ein gutes Gefühl dafür, wo man die Situationen auflockern muss. 

Fazit:


Wenn der erste Teil schon heftig mit den Gefühlen des Lesers gespielt hat, dann nimmt die Fortsetzung noch weniger Rücksicht und stellt die Gefühlswelt des Lesers völlig auf den Kopf, doch bietet auch jede Menge Stoff zum Nachdenken. Die Autorin hat mit F*ck you, Hope nochmals bewiesen, dass sie ihr Handwerk versteht und hat sich ihre Plätze in diversen Bestsellerlisten redlich verdient.