Sonntag, 10. Juni 2018

Der große Zoo von China (2017)


Autor/in: Matthew Reilly
Genre: Thriller
Seiten: 480
Erhältlich: Festa Verlag



Klappentext:

Nach 40 Jahren enthüllt die chinesische Regierung ihre unglaubliche Entdeckung.
Die Reptilien-Expertin CJ Cameron wird nach China eingeladen. Sie soll den größten Zoo, der jemals gebaut wurde, begutachten. Und sie darf sie mit eigenen Augen sehen: gewaltige, Feuer speiende Drachen. Es gibt diese Fabelwesen wirklich. 
Die Gastgeber versichern, dass sie vollkommen sicher ist und nichts schiefgehen kann ...



Dr. Cassandra Jane Cameron, auch CJ genannt, wurde nach China eingeladen, um für die Zeitschrift "National Geographic" den größten Zoo der Welt zu begutachten. Mit dabei ist ihr kleiner Bruder Hamish, der als Krisenreporter in vielen gefährlichen Gebieten der Welt unterwegs war. Selbst ein Vertreter der US Regierung und seine rechte Hand sind eingeladen worden, was bereits früh für allerlei Zweifel bei unserer Protagonistin sorgt.

Es stellt sich schon sehr bald heraus, dass es sich zwar tatsächlich um einen Zoo handelt, allerdings sind die Zootiere nicht gerade gewöhnlich. Es handelt sich nämlich um Drachen.

"Erwartet mich jetzt ein Fantasy Abenteuer, anstatt eines brutalen Thrillers?"

Nein. Der Autor schafft es, die Hintergründe und Ursprünge der Drachen zu erklären, ohne dabei ins Irrsinnige abzuschweifen. Meistens klingt alles recht plausibel und wird manchmal auch durch kleine Grafiken und / oder Zeichnungen unterstützt.

In der Schule haben wir ja bestimmt alle mal von einer gewissen "Spannungskurve" gehört. In diesem Thriller bleibt die Spannungskurve, mit ein paar kleinen Einbrüchen, bis zum Ende hinweg auf ihrem Höchstpunkt. Durch den spannenden und leichten Schreibstil wird man wunderbar durch die Handlung geführt, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Es gab auch einige traurige Momente, die aber nicht lange andauerten, da es schnell wieder zur Sache ging. 

Mit Der große Zoo von China hält man wirklich ein außergewöhnlich gutes Buch in den Händen, dass leider auch einige (kleinere) Schattenseiten aufweist.

Der Prolog nimmt leider schon die Gesinnung einiger Charaktere vorweg, die in der Geschichte auftauchen, und lässt den Leser bereits ahnen, was passieren wird. In diesem Fall wäre ich gerne ohne größere Voreindrücke in die Handlung eingestiegen.

Ein anhaltendes Motiv dieses Thrillers ist die machtpolitische Stellung Chinas im Vergleich zu den USA. Während die Vereinigten Staaten in den Himmel gelobt werden, wird den Chinesen der Buhmann zugeschoben, wie man es bereits aus etlichen Actionfilmen und anderen Thrillern kennt. Ein guter, aber bereits abgenutzter Nährboden für Geschichten jeglicher Art.


Fazit:

Ein actionreicher Thriller mit Höhen und kleinen Tiefen, der perfekt zu den anderen Büchern des Festa Verlags passt. Sehr empfehlenswert für Actionliebhaber. Durch die Grafiken wird es nochmal so richtig aufgepeppt. Das Buch lässt einen nicht mehr los, auch wenn man schon die letzte Seite erreicht hat. 








Freitag, 8. Juni 2018


Wolfswut (2018)


Autor/in: Andreas Gößling
Genre: True-Crime-Thriller
Seiten: 528
Erhältlich: Amazon

Klappentext:


Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …



Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit (Namen und Orte sind selbstverständlich verändert worden).

Lottes Vater, Alex Soltau, arbeitete als Firmenchef einer Hoch- und Tiefbaufirma. Er starb an Krebs. Von allen geliebt und begehrt, fand man in einer Halle, die er nutzte, fünf Fässer mit Leichenteilen drin. Seine Tochter will nicht glauben, dass ihr Vater ein Mörder gewesen war.
Die LKA Ermittlerin Kira Hallstein und ihr Partner Max Lohmeyer sind an dem Fall dran und glauben, dass der beliebte Alex Soltau ein Doppelleben geführt haben muss. Die Leichenteile gehörten alle zu verschiedenen Frauen und wurden ihnen vor ihren jeweiligen Toden entfernt.

Es werden viele Details erklärt und auch die zwei Protagonisten Kira Hallstein und Max Lohmeyer erzählen viel aus ihrem Leben und über ihre Gedankengänge. Hallstein ist eher sportlich und vertieft sich in ihre Fälle. Auch hat sie noch immer ein Trauma, da ihr kleiner Bruder, Tobias, spurlos verschwunden ist. Seitdem sucht sie noch immer nach ihm, obwohl er schon seit 20 Jahren verschwunden ist. Max ist eher unsportlich, hat ein paar Speckrollen zu viel und kann sich leicht in andere hineinversetzen, eine besondere Fähigkeit, die sein Leben schwerer macht, als ihm lieb ist. Die detaillierten Erklärungen und Gedankengänge ließen die Handlung langatmig wirken.

Ab einem gewissen Punkt beginnt das Buch jedoch an Spannung aufzubauen und einem regelrecht kalte Schauer über den Rücken zu jagen. Sollte man bis dahin das eher langsame Erzähltempo ausgehalten haben, kommt man als Thrillerfan voll auf seine Kosten.

Fazit:



"Wolfswut" ist ein etwas langatmiges, aber auch ziemlich nervenaufreibendes Buch. Ein paar Seiten weniger hätten dem Buch sehr gut getan. Da die Handlung auf einer wahren Begebenheit basiert, ist es sehr schockierend was mit den Opfern passiert ist und auch, dass es so konkret erklärt wurden ist.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Gestatten: Isolde

(K)ein Katzenratgeber (2018)


Autor/in: Emmi Schneider
Genre: Haustier Ratgeber
Seiten: 140
Erhältlich: Amazon

Klappentext:


Katze Isolde erzählt von ihrer Rettung durch den Tierschutz und vor allem vom glücklichen Leben danach als geliebtes Haustier. Einen Katzenratgeber wollte sie ursprünglich nicht verfassen, aber sie kann sich einige Tipps und Ratschläge nicht verkneifen.







Das Buch wird aus der Sicht von Katze Isolde, genannt Isa, erzählt. Sie erzählt über ihr Leben in Spanien und wie sie durch einen Tierschutz nach Deutschland kam. Dort lebt sie seither bei ihrer "Mama". Mit ein paar schönen Bilder der Katze verleiht die Autorin dem Buch eine schöne Note. Isolde hat sogar ein eigenes Facebook Profil (wo sie gleich mal ein Like mehr dazu bekam). 


Viele Stellen kann man gut nachvollziehen, wenn man selbst Katzen hat. Isa erzählt ihre Sicht gegenüber den Menschen und deren Verhalten ihr gegenüber. Es gibt so manche Tipps und Ratschläge, die ich sogar selbst gerne mal bei meinen Katzen ausprobieren möchte. Zum einen möchte ich das Summen bei den Katzen ausprobieren. Was es damit auf sich hat, lest ihr lieber selbst. 

Die meisten Kapitel sind sehr witzig geschrieben und zauberten mir oft ein Grinsen ins Gesicht. Die Kapitel, "Mama ist eine Helikoptermutter", "My Karton is my Castle" und "Fernsehen" fand ich besonders amüsant. Manchmal erkannte ich mich sogar selbst wieder als "Mama". Auch erinnert mich eins der Kapitel, "Balou", an unseren Neuankömmling Balu. Von der Beschreibung her, passt es wie die Faust aufs Auge. 

Beim Kapitel "Die Katzen meiner Mama" musste ich öfters mal ein paar Tränen fließen lassen. Alleine schon die eine Textstelle, hat mich so sehr an meinen kürzlich verstorbenen Kater Rambo erinnert. Aber es ist auch eine sehr schöne Textstelle.


Letzter Wille einer Katze:

Wenn ich am anderen Ende der Regenbogenbrücke angekommen bin, dann lass mich los und weine nicht mehr.

Ich werde dort frei und glücklich sein.

Lass mich los, aber bewahre die Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit in deinem Herzen.

Meinen warmen und sicheren Platz bei dir gibt bitte einer anderen Katze, die deine Liebe und deinen Schutz braucht.

Fazit:

Alles in allem ein Buch mit Herz und Humor, mein Buchhighlight dieses Jahr, obwohl es erst Juni ist. Man merkt, dass die Autorin so viel Herzblut mit reingebracht hat. Somit ist es auch super zu lesen. Es ist ein leichtes Buch für zwischendurch und für alle Katzenliebhaber sehr zu empfehlen. Ich habe das Buch in ein paar Stunden verschlungen und ich werde es auch noch öfter zur Hand nehmen. 

Dienstag, 5. Juni 2018

Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten | Einladung zum Klassentreffen (2016)


Autorin: Martin Schörle
Genre: (Zwei) Theaterstück(e)
Seiten: 117
Erhältlich: Amazon

Klappentext:

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. 
Mit einer Lesung aus seinem Stück war Schörle 2008 beim Autorenwettbewerb »Perlen vor die Säue« im Literaturhaus Hamburg erfolgreich (2. Platz von acht Finalteilnehmern aus insgesamt rund 100 eingereichten Beiträgen). Das Stück wurde außerdem im Rahmen der »Hamburger Theaternacht« als offizieller Beitrag des Hamburger Sprechwerks von »Caveman« Erik Schäffler auszugsweise gelesen.
»Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... 
Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen. »Einladung zum Klassentreffen« wurde vom Publikum beim Wettbewerb »Stücke Schießen - Neue Dramatik. Neue Autoren. Neue Theatertexte« der Theaterliga zum Gewinnertext gekürt und erreichte bei der Spielplanwahl 2012/2013 des Thalia Theaters Hamburg den 8. Platz.
                                                                                                                                  

Ich möchte in dieser Rezension gar nicht so sehr auf den Inhalt der beiden Theaterstücke eingehen, damit ich euch die jungfräuliche Freude beim Lesen dieses Werkes nicht nehme. 

Also, fangen wir mal an:

Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten

Ein Monolog, ein Mann. Doch er ist nicht nur ein einfacher Mann, er ist Beamter und das bekommt man immer wieder vorgehalten. Ich weiß nicht, wie ihr euch Beamte vorstellt, doch wahrscheinlich steckt in eurer Vorstellung immer ein wenig Hans Fredenbek. 

Wir folgen seinen Gedankengängen, die hier und da mal ins Leere führen, aber den Leser zum Lachen bringen. Manchmal führen sie uns auch zu einer heiklen Situation aus seinem Leben, bei der man sich fragt, ob das wirklich so passiert sei. Manchmal zitiert er, selbstverständlich passend zum gegenwärtigen Gedanken, einen Paragraphen und analysiert diesen - ohne dabei langweilig zu werden, ohne meine quälenden Erinnerungen an den Politikunterricht am Gymnasium zu wecken. 

Wollt ihr wissen, warum Herr Fredenbek seine Gedanken mit uns teilt? Wegen einem Radiergummi. Einem (stark betont) stinknormalen Radiergummi. Mehr will ich dazu nicht schreiben.

Obwohl sich der Monolog über 50 Seiten zieht, war mir kein bisschen langweilig. Im Gegenteil, ich habe herzlich gelacht. Das Ende habe ich nicht so kommen sehen und bot ordentlich Futter für meine eigenen Gedanken.

Top.

Einladung zum Klassentreffen

Carsten und Marina sitzen auf einem Baum. Verzeiht mir, Marina sitzt in einem Zug auf dem Weg nach Hause, eine alte Frau leistet ihr - paar Plätze weiter - Gesellschaft, und Carsten am anderen Ende der Leitung. 

Schnell wechselt man von den alten Zeiten und den merkwürdigen Klassenkameraden zu einem intimeren Thema: den aktuellen Beziehungen der beiden sowie ihrer gemeinsamen Beziehung, die vor gut 20 Jahren ein abruptes Ende fand.

Beide können sich hervorragend an das Geschehene erinnern und haben ihre eigenen Päckchen zu tragen. Marinas Gefühlswelt wird durch kurze Rückblicke auf Sitzungen bei einem Therapeuten verdeutlicht, dies allerdings nur für den Leser. Carsten hingegen benimmt sich manchmal wie die Axt im Walde, zeigt dafür allerdings an anderer Stelle, wie einfühlsam er doch eigentlich sein kann.

Dieses Theaterstück hat zwar auch seine humorvollen Spitzen und diese sind definitiv anders als bei Herrn Fredenbek, jedoch wird man hier immer wieder zum Nachdenken angeregt. Man denkt über die beiden nach, empfindet Trauer und irgendwo auch Mitleid. Man denkt auch über eigene Beziehungen nach (den Auszug aus meinem Leben erspare ich euch gütigerweise). 

Ich spoiler euch selbstverständlich nicht das Ende. Ehrensache.

Zwar weisen beide Werke dezente Parallelen auf, doch wirkt es beinahe so, als stammen sie aus unterschiedlichen Federn. Was auf gar keinen Fall eine schlechte Sache ist, sondern an und für sich auch für den ... Autor ... spricht. 

Fazit:

Auch wenn dieses Büchlein nur 116 Seiten umfasst, ist es jedoch seinen Preis wert. Eine Mischung verschiedenster Gefühle werden im Leser geweckt, die Lachmuskeln trainiert und vielleicht sogar Gedanken über das eigene Leben in Fahrt gebracht. Zugreifen, zurücklehnen, genießen. In Punkten würde ich diesen beiden Theaterstücken eine 10 / 10 geben. 

Samstag, 2. Juni 2018

Interview #1:

Ich habe es euch prophezeit! Doch die Wahrheit war hinter einem schwarzen Balken versteckt! Direkt vor euren Augen! Unser erstes Interview mit der Powerfrau hinter Recensio Online : Juliette ! Was es bei ihr zu entdecken gibt, warum sie mit dem Blog angefangen hat und wo sie sich und den Blog in der Zukunft sieht, das erfahrt ihr in diesem Interview! Man, wir sind echt nervös und hoffen, dass es euch gefällt! Interviewpartner war Ray von Libramorum!

Ray:
So. Seit drei Jahren bist du nun schon dabei, hast 16.000+ Blogaufrufe und 1.600+ Likes auf Facebook. Beeindruckend! Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, einen Blog zu eröffnen? 

Juliette:
So beeindruckend ist das gar nicht. Zahlen sagen für mich nicht viel aus, wenn die Aktivität niedrig ist. Soll heißen: Lieber habe ich 50 aktive Follower als 500 inaktive. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, der sich auf meiner Seite herumtummelt und in irgendeiner Form einbringt.

Ich habe immer schon gern gelesen, nicht unbedingt viel und schnell, aber mit Leidenschaft. Als ich dann mitbekam, dass viele Leser ihre Meinung niederschreiben und anderen mitteilten, dachte ich mir: Hey, warum nicht?! Den Blog habe ich schließlich am 17. Mai 2015 bei Blogspot eröffnet. Bis dahin war es aber ein ganz schöner Kampf. Erstmal zu entscheiden, wo man den Blog haben möchte, sich dann einen Namen zu überlegen und dann zu schauen, wie was funktioniert. Ich hatte Hilfe von einer anderen Bloggerin, die mir die ersten Schritte zeigte. Danke nochmal an dieser Stelle!

Ray:
Gab es auch mal Zeiten, in denen du absolut keine Lust mehr hattest und aufhören wolltest? Wenn ja, was hat dich dazu veranlasst doch weiter zu machen?

Juliette:
Viele sagen zu mir: „Julie, 3 Jahre bist du schon am Bloggen! Wahnsinn!“ So richtig ist das nicht. Tatsächlich fing ich 2015 damit an, probierte dies und das aus und musste dann krankheitsbedingt über 1 Jahr aussetzen. Eigentlich bin ich erst seit ca. 5 Monaten wieder richtig dabei. Als ich den Blog reaktivierte, hatte ich um die 350 Follower, von denen ich nicht einmal sicher sagen kann, dass sie wussten, dass sie mir noch folgten. Ich saß also eines Tages da und habe nachgedacht. Würde es jemanden interessieren, wenn ich zurückkäme? Gibt es nicht schon so viele Blogger? Schaffe ich das überhaupt? Zweifel, Skepsis, Unsicherheit, aber auch Vorfreude, Mut und Hoffnung. Als ich dann auf Arbeit ein Gespräch mitbekam zwischen einem jüngeren und wesentlich älteren Kollegen, bei dem es um Gemeinschaft und Community ging und es hieß, dass heutzutage niemand mehr Dankbarkeit zeigen kann sowie Eigeninitiative und Engagement, war für mich klar, dass ich das so nicht stehen lassen kann. Ich wollte beweisen, dass es eben doch Menschen gibt, die sich zwar jederzeit kritisch die Meinung sagen können, aber dennoch immer das Beste für den anderen wollen und sich entsprechend verhalten. Der Schlüsselmoment für mich war dann, als ich zufällig bei lovelybooks über die Leserunde von Gereon Krantz stieß und bei seinem Buch hängen blieb. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mehr wollte, als nur eine Rezension zu verfassen. Ich wollte sein Buch dazu verwenden, meinen Blog aus der Versenkung zu holen. Das tat ich dann auch.

Ray:
Erzähl mal von deinem Blog. Was gibt es bei dir zu entdecken? 

Juliette:
Es gibt Rezensionen von mir, von anderen, Gewinnspiele, Rätsel, Unterhaltungsspiele, gern auch mal Off Topic wie beispielsweise „Wie geht es euch heute?“ oder „Wo wohnt ihr?“, Leseproben, Leserunden und sehr beliebt sind die Wanderbücher.

Das Recensio Online Logo

Ray:
Ich meine gelesen zu haben, dass mittlerweile 28 Wanderbücher unterwegs sind und dazu kommen noch deine Gewinnspiele. Wie schaffst du es, den Überblick zu behalten?

Juliette:
Ich bin, wenn ich das so schreiben darf, ein Organisations-Talent! Ich habe für alles Mögliche Ordner, Dokumente und Excel-Tabellen. Auch mein Tischkalender muss für allerlei Infos herhalten.

Ray:
Was war bisher dein schönster Bloggermoment? Was war dein bisher nicht so schönster Bloggermoment? 

Juliette:
Die schönsten Momente sind die, wenn mir jemand schreibt, dass ihm meine Seite gut tut. Wusste ich bisher auch nicht, dass das geht. Ich meine, ich bin gern auf Seite  und stalke auch gern Person , aber dass es mir richtig gut tut … darüber musste ich erst einmal nachdenken, was das bedeutet und wie sich das äußert. Dann habe ich es begriffen. Wenn man sich selbst wiederfindet und gut aufgehoben, integriert und verstanden fühlt, dann tut es einem gut. 

Ein weniger schöner Moment ist es, wenn ich auf Bloggerinnen treffe, zu denen ich aufschaue, die ich als Vorbild nehme. Die ich tröste, wenn es mal nicht gut bei ihnen läuft (wobei das ja immer so eine Ansichtssache ist). Und die mir dann irgendwann weh tun, weil vielleicht Neid im Spiel ist. Das finde ich sehr schade! Niemand hat das nötig! Es gibt unglaublich schöne Blogs, auf denen ich selber regelmäßig bin, und die ich öfter bewundere für deren Ideen oder die Art, wie sie Rezensionen präsentieren. Neid hat absolut keinen Platz verdient! Blogger sollte mehr eine Gemeinschaft bilden. Natürlich ist etwas Konkurrenzdenken immer gut, damit man vorankommt, sich verbessert, Mühe gibt. Aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ab da wird es schädlich, und zwar nicht nur für die Person selbst, sondern für die ganze Community.

Das Organisationstalent und ... Stalkerin ?!: Juliette

Ray:

Wo siehst du den Blog... sagen wir mal in weiteren 3 Jahren? 

Juliette:
Hoffentlich immer noch aktiv am Leben :D! Gern mit mehr Menschen, die sich bei mir wohl fühlen und einbringen. Auch gern mit neuen Autoren und Verlagsmitarbeitern, weil auch sie ein wichtiger Teil des Ganzen sind. Wie cool wäre es, wenn ein Verlag ankäme, um von sich aus Wanderbücher zur Verfügung zu stellen? Oder auch Medienleute von außerhalb auf Blogs wie meinen hinweisen. Ich schreibe extra „wie meinen“, weil ich damit sagen will, dass generell Blogs mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Ray:
Zum Abschluss möchte ich mich nochmal dafür bedanken, dass du dir für uns die und unsere Fragen Zeit genommen hast.

Juliette:
Ich habe zu danken! Vielen Dank für das Interview und die Vorstellung. :)

Das war es (leider) auch schon! Wenn ihr Juliette auf ihrem Blog oder auf Facebook besuchen wollt, klickt einfach ins Blaue hinein! 

Auf das noch viele weitere Interviews folgen werden,

Ray vom Libramorum Team!