Donnerstag, 19. Dezember 2019

[Rezension] Tumor: Totgeburt

Autor/in: Dominik A. Meier
Verlag: /
Genre: Thriller
Seitenzahl: 375
Erhältlich: Amazon
ISBN: 
978-1709246920
Preis: 14,99€ (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 18. November 2019




Klappentext:


Erst wenn man vollständig zerbricht und es nichts mehr gibt, was man noch verlieren kann, ganz gleich ob Hoffnung, Glück oder Liebe, erst dann kann man das Institut überstehen. Und auch alles, was dahinter liegt.

Erst wenige Wochen ist es her, seit der Kontakt zu einem geheimen Forschungsinstitut am Ende der Welt abgebrochen ist. Es gibt kaum mehr als Gerüchte über eine Katastrophe, die sich in den Tiefen des gewaltigen Komplexes ereignet haben soll, doch weder Regierung noch Militär haben Interesse daran, dass auch nur ein Wort an die Öffentlichkeit gelangt. Und so erreichen nach und nach jene Menschen das Institut, die das Schweigen nicht akzeptieren wollen. Ein paar wenige, darunter ein Mann, der von allen nur Maske genannt wird, unternehmen einen gewagten Vorstoß in die Dunkelheit des Instituts. Ein Vorstoß, der Ereignisse ins Rollen bringt, die die Erde für alle Zeiten verändern werden, und der Dinge zu Tage fördert, die für immer hätten verloren bleiben sollen.

Tumor - Totgeburt. Die Geschichte, wie alles begann, und ein Buch, das alles verändert.

Was Ray dazu schreibt:


Seitdem Dominik mich das erste Mal um meine ehrliche Meinung zu seinem Debüt bat, ist eine Menge passiert. Ich habe jedes seiner Bücher, teilweise auch schon vor dem Release, gelesen und alle - bis auf eines - für überaus gelungen befunden. Mittlerweile hat er sogar seine eigene Blogartikel-Seite hier bei uns. Dennoch muss ich als Blogger / Gelegenheitskritiker so wie sonst auch sein neuesten Buch nach allen Maßstäben bewerten.

Ich könnte lediglich bemängeln, dass ein oder zwei Plot-Punkte ein wenig weit hergeholt sind, allerdings ist das Tumor. Da frisst sich ein Gebäude durch die Erde und Drachen fliegen herum. Ansonsten? Habe ich absolut nichts zu bemängeln. 

Man liest eine gekonnte Mischung aus Survival-Horror und Action, wird gekonnt durch verschiedene Szenarien gelotst, mit abwechslungsreichen Sub-Plots unterhalten und auch der Metahumor lockert die sonst beklemmende Stimmung immer ein wenig auf. Während die Vorgänger, oder Nachgänger, wie man es sehen will, emotional viel vom Leser abverlangten, nimmt dich Totgeburt, zerknüllt dich, tritt auf dir herum und bricht dir dein Herz, aber man will es trotzdem noch lesen. 

Die auftretenden Figuren werden durch den Horror des Instituts geformt, gerade bei Maske erkennt man seine Entwicklung, die ihn zum harten Draufgänger des ersten Teils werden lässt. Gekonnt wurden offene Enden und Fragen (auf)gelöst. Der Kreis hat sich geschlossen, 360° Perfektion.

Fazit:


Das hier ist Dominik A. Meier in his prime, an absolute peak performance. Das Buch liest sich in einem guten Rutsch runter und auch wenn es ziemlich viel zu verarbeiten gibt, aufgrund des emotionalen Tiefgangs, hatte ich einen Mordsspaß mit der Vorgeschichte von Maske und seinem Kampf mit dem Institut. Die Charakterentwicklungen sind wunderbar gelungen, ich konnte ihnen die Freundschaften und die unabdingbare Loyalität zueinander wirklich abkaufen. Das erdrückende Setting baut sich Stück für Stück auf und auch wenn mir die humoristischen Spitzen wirklich gut gefallen haben, konnten sie die Tragweite der Handlungen nur wenig erträglicher machen. Willkommen im Institut, Kamerad, dir wird es hier gefallen.

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